Reutlingen Bundeshalle: Unterschied zwischen den Versionen

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*Das FILMTHEATER BUNDESHALLE in Reutlingen (Inh.: Johannes Kalbfell) ist einer umfassenden innenarchitektonischen Verwandlung unterzogen worden und hat durch eine neu eingezogene Akustik-Decke, durch formschöne Leuchtornamente auf den mit gelbem Glasgespinst und schwerem blauem Samt drapierten Wänden und den breiten Velours-Bühnenvorhang in hellem Rot jene besondere intime Note bekommen, welche alle Kinogäste stets angenehm beeindruckt.  [[Das Filmtheater|aus: Das Filmtheater 1967]]
 
*Das FILMTHEATER BUNDESHALLE in Reutlingen (Inh.: Johannes Kalbfell) ist einer umfassenden innenarchitektonischen Verwandlung unterzogen worden und hat durch eine neu eingezogene Akustik-Decke, durch formschöne Leuchtornamente auf den mit gelbem Glasgespinst und schwerem blauem Samt drapierten Wänden und den breiten Velours-Bühnenvorhang in hellem Rot jene besondere intime Note bekommen, welche alle Kinogäste stets angenehm beeindruckt.  [[Das Filmtheater|aus: Das Filmtheater 1967]]
 
*Das auch im Filmtheaterwesen vermehrt spürbare Interesse am Besonderen hat den immer scharf beobachtenden und wägenden Reutlinger Filmtheater-Unternehmer Johannes Kalbfell schon vor längerer Zeit veranlaßt, der Frage eines Bi-Kinos näher zu treten. Der Plan hat Gestalt angenommen und heute steckt hinter der blinkenden Mosaik-Fassade des „Filmtheater Bundeshalle" noch ein zweites (Mini-) Kino: das STUDIO, das in das seither übergroße Foyer dieses bekannten Filmtreffpunktes in der Kaiserstraße eingebaut wurde.<br>Nadi den Plänen von Architekt Gerhard Haid entstand ein kleines, intimes Filmtheater mit Komfort, das durch seine elegante Ausstattung (Edelholz-Wandverkleidung, Teppichboden, gedämpfte Beleuchtung) eine wohlige Atmosphäre ausstrahlt. Zur Annehmlichkeit der Besucher sind erst fünf Meter vor der, von einem mattgoldenen Vorhang verhüllten Cinema-Scope-Wand die hochgepolsterten, samtbezogenen 101 Sessel in einer Reihendistanz von einem Meter aufgestellt. Als Besonderheit für das STUDIO zählt, daß an Wochentagen nur eine Vorstellung stattfindet, bei der auf jegliche Werbung und auch auf die Wochenschau verzichtet wird. Mit der Eröffnung des STUDIO, das insbesondere auch dem Reutlinger Jugendfilmclub für Separat-Vorführungen und Diskussionen zur Verfügung steht, ist die Zahl der Filmtheater in der Achalm-Stadt von fünf auf acht angewachsen, ohne daß sich deshalb das Sitzplatz-Gesamtangebot wesentlich erweitert hätte. [[Das Filmtheater|aus: Das Filmtheater 1967]]
 
*Das auch im Filmtheaterwesen vermehrt spürbare Interesse am Besonderen hat den immer scharf beobachtenden und wägenden Reutlinger Filmtheater-Unternehmer Johannes Kalbfell schon vor längerer Zeit veranlaßt, der Frage eines Bi-Kinos näher zu treten. Der Plan hat Gestalt angenommen und heute steckt hinter der blinkenden Mosaik-Fassade des „Filmtheater Bundeshalle" noch ein zweites (Mini-) Kino: das STUDIO, das in das seither übergroße Foyer dieses bekannten Filmtreffpunktes in der Kaiserstraße eingebaut wurde.<br>Nadi den Plänen von Architekt Gerhard Haid entstand ein kleines, intimes Filmtheater mit Komfort, das durch seine elegante Ausstattung (Edelholz-Wandverkleidung, Teppichboden, gedämpfte Beleuchtung) eine wohlige Atmosphäre ausstrahlt. Zur Annehmlichkeit der Besucher sind erst fünf Meter vor der, von einem mattgoldenen Vorhang verhüllten Cinema-Scope-Wand die hochgepolsterten, samtbezogenen 101 Sessel in einer Reihendistanz von einem Meter aufgestellt. Als Besonderheit für das STUDIO zählt, daß an Wochentagen nur eine Vorstellung stattfindet, bei der auf jegliche Werbung und auch auf die Wochenschau verzichtet wird. Mit der Eröffnung des STUDIO, das insbesondere auch dem Reutlinger Jugendfilmclub für Separat-Vorführungen und Diskussionen zur Verfügung steht, ist die Zahl der Filmtheater in der Achalm-Stadt von fünf auf acht angewachsen, ohne daß sich deshalb das Sitzplatz-Gesamtangebot wesentlich erweitert hätte. [[Das Filmtheater|aus: Das Filmtheater 1967]]
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==Kinodaten==
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*[[1949]] Filmtheater Bundeshalle Kaiserstraße 49, Tel. 5385. Inh.: Filmtheater Bundeshalle o. H. G., Gschf.: Joh. Kalbfell, Reutlingen/Württ., Charlotten-straße 103, Tel. 5585. Mit Dia 7 Tage Pl. 600
  
 
==Bilder==
 
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Version vom 4. Februar 2010, 08:15 Uhr

Geschichte

  • Am 5. Dezember 1945 eröffnete Johannes Kalbfell in der zum Teil zerbombten Stadt Reutlingen sein erstes Filmtheater mit dem Film »Frau meiner Träume«. Er hatte Glück — der größte Teil seiner Träume ging in Erfüllung. Aus einem ehemaligen Vereins- und Tanzlokal, der »Bundeshalle«, wurde nach einem Brand ein repräsentativer Kinobau mit angehängtem, komfortabel ausgestattetem Studio. Eine rustikale Gaststätte - verpachtet -mit einem Wirtschaftsgarten rundet das Angebot ab. aus: Das Filmtheater 1985
  • Das FILMTHEATER BUNDESHALLE in Reutlingen (Inh.: Johannes Kalbfell) ist einer umfassenden innenarchitektonischen Verwandlung unterzogen worden und hat durch eine neu eingezogene Akustik-Decke, durch formschöne Leuchtornamente auf den mit gelbem Glasgespinst und schwerem blauem Samt drapierten Wänden und den breiten Velours-Bühnenvorhang in hellem Rot jene besondere intime Note bekommen, welche alle Kinogäste stets angenehm beeindruckt. aus: Das Filmtheater 1967
  • Das auch im Filmtheaterwesen vermehrt spürbare Interesse am Besonderen hat den immer scharf beobachtenden und wägenden Reutlinger Filmtheater-Unternehmer Johannes Kalbfell schon vor längerer Zeit veranlaßt, der Frage eines Bi-Kinos näher zu treten. Der Plan hat Gestalt angenommen und heute steckt hinter der blinkenden Mosaik-Fassade des „Filmtheater Bundeshalle" noch ein zweites (Mini-) Kino: das STUDIO, das in das seither übergroße Foyer dieses bekannten Filmtreffpunktes in der Kaiserstraße eingebaut wurde.
    Nadi den Plänen von Architekt Gerhard Haid entstand ein kleines, intimes Filmtheater mit Komfort, das durch seine elegante Ausstattung (Edelholz-Wandverkleidung, Teppichboden, gedämpfte Beleuchtung) eine wohlige Atmosphäre ausstrahlt. Zur Annehmlichkeit der Besucher sind erst fünf Meter vor der, von einem mattgoldenen Vorhang verhüllten Cinema-Scope-Wand die hochgepolsterten, samtbezogenen 101 Sessel in einer Reihendistanz von einem Meter aufgestellt. Als Besonderheit für das STUDIO zählt, daß an Wochentagen nur eine Vorstellung stattfindet, bei der auf jegliche Werbung und auch auf die Wochenschau verzichtet wird. Mit der Eröffnung des STUDIO, das insbesondere auch dem Reutlinger Jugendfilmclub für Separat-Vorführungen und Diskussionen zur Verfügung steht, ist die Zahl der Filmtheater in der Achalm-Stadt von fünf auf acht angewachsen, ohne daß sich deshalb das Sitzplatz-Gesamtangebot wesentlich erweitert hätte. aus: Das Filmtheater 1967

Kinodaten

  • 1949 Filmtheater Bundeshalle Kaiserstraße 49, Tel. 5385. Inh.: Filmtheater Bundeshalle o. H. G., Gschf.: Joh. Kalbfell, Reutlingen/Württ., Charlotten-straße 103, Tel. 5585. Mit Dia 7 Tage Pl. 600

Bilder

REUTLINGEN%20Bundeshalle3.jpg
foto: allekinos.com

ak_reutlingen_bundeshalle.jpg
Die Bundeshalle um 1930 Foto: Werber Früh

Weblinks