Sindelfingen Kammer-Lichtspiele

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Geschichte

Das 30jährige Bestehen der Sindelfinger Lichtspiele der Otto Bauer KG Böblingen/Sindelfingen war der Anlaß, daß sich Vertreter der Behörden, der Filmwirtschaft und der Presse nebst vielen Gästen in dem vollkommen renovierten Haus in Sindelfingen trafen. Diese Lichtspiele, die Otto Bauer 1926 ins Leben rief wurden am 13. September 1944 zerstört. Jetzt zeigt sich das Theater, das nach dem Kriege wieder errichtet wurde, mit den modernsten Maschinen (Kino-Bauer Untertürkheim), einer roten Hochpolsterbestuhlung (Kamphöner) und überaus geschmackvoller Innendekoration in Blau, Elfenbein und Silber. Es ist nicht das älteste Haus Otto Bauers. Die „Bauers" sind eine jener schwäbischen „Filmfamilien", deren Stetigkeit, Fleiß und Verantwortung seit Jahrzehnten der Arbeit am Film gehören. In seinem damaligen Gasthaus, heute Hotel „Bären" — es steht auf dem historischen Boden eines fürstlichen Bärenzwingers —, richtete Vater August Bauer bereits 1913 das erste Kino ein. Eugen Bauer (Untertürkheim), schon damals der Familie verbunden, lieferte die Maschinen. 1919 übernahm der Sohn Otto Bauer das Theater. Er legte 1925 die Vorführerprüfung ab und errichtete 1928 in Böblingen sein zweites Kino, den Filmpalast. In Herrenberg besaß er fünf Jahre lang ebenfalls ein Theater. Der Krieg zerstörte die beiden Böblinger und das Sindelfinger Kino. Doch Otto Bauer baute — von den Söhnen Heinz und Walter assistiert — die Theater wieder auf, dazu die erste württembergische Fredlichtbühne mit 700 Plätzen. Zur Zeit beschäftigt ihn der Plan, der schon konkrete Form angenommen hat, für ein weiteres 800-Platz-Theater in Böblingen, das außerdem auch Stammhaus der Württembergischen Landesbühne werden soll. Bei der Feier in Sindelfingen kam in den Ansprachen des Bürgermeisters, des Landrats und der Vertreter der Filmtechnik {Herr Siegloch, Kino-Bauer) und des Wirtschaftsverbandes der Filmtheater (Herr Dichtel) immer wieder zum Ausdruck, welche Wertschätzung Otto Bauer als Förderer des Films und traditionsgebundener Theaterfachmann genießt. Er selbst trat in seiner Ansprache — und bei einer Presseunterhaltung — bescheiden hinter die Verdienste seiner Eltern, den „Filmpionieren", zurück. Herzlichen Dank sprach Otto Bauer auch seiner getreuen Kassiererin und Mitarbeiterin Sophie Bäuerlein aus, die seit 35 Jahren bei ihm tätig ist. — Ein festlicher Abend im neu ausgebauten „Bärensaal" in Böblingen schloß den Tag ab. Der neue Film 77/1956

Kinodaten

  • 1920 Lichtspiele Sindelfingen, Bahnhofstraße 10 — Gegr. 1918 (Sp. Sonntag) 200 Plätze Anton Luft & Kelirer, Stuttgart, Eberhard Straße 69
  • 1921 (Ohne Angaben)
  • 1924
  • 1925 kein Eintrag
  • 1926
  • 1927 Kammerlichtspiele. Inh: Otto Bauer, Böblingen.
  • 1928 Kammer-Lichtspiele. Bahnhofstr. 10. Gr: 1926, 4 Tage 200 I: Otto Bauer, Böblingen, Gasthof zum Bären
  • 1929 Kammer-Lichtspiele, Bahnhofstraße 10, Gr: 1926, 3 Tage, H 200 I: Otto Bauer, Böblingen, Gasthof zum Bären
  • 1930 Kammer-Lichtspiele, Bahnhofstraße 10, F: 32, Gr: 1925, 4 Tage, H 250 I: Otto Bauer, Böblingen, Gasthof zum Bären, F: 32
  • 1931 Kammer-Lichtspiele, Bahnhofstraße Nr, 10, F: 32, Gr: 1925, 4 Tage, H 250 I: Otto Bauer, Böblingen, Gasthof zum Bären, F: 32
  • 1932 Kammer-Lichtspiele, Bahnhofstraße Nr. 10, F: SA 532, Gr: 1925, 4 Tage, H, T-F: Klangfilm 300 I: Otto Bauer, Böblingen, Gasthof zum Bären, F: 32
  • 1933 Kammer-Lichtspiele. Bahnhofstraße Nr. 10, F: SA 532, Gr: 1925, 4 Tage, H, T-F: Klangfilm 300 I: Otto Bauer, Böblingen, Gasthof zum Bären. F: 32
  • 1934 Kammer-Lichtspiele, Bahnhofstraße Nr. 10, F: SA 532, Gr: 1925, 4 Tage, H, T-F: Klangfilm 300 I: Otto Bauer, Böblingen, Gasthof zum Bären. F: 32
  • 1935 Kammer-Lichtspiele (3) 200
  • 1937
  • 1939