Sinsheim Stadtpark-Lichtspiele

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Geschichte

  • 1957 Frau Anni Petri, Inhaberin der Stadtpark-Lichtspiele, ließ das Theater auf CinemaScope umstellen. (Ufa-Handel, Karlsruhe.) Film-Echo 23/1957
  • Inhaberwechsel 1973: Stadtpark-Lichtspiele Sinzheim Inh.: Günther Petri (früh. Inh.: Anni Petri) aus: Das Filmtheater 1973
  • 31.7.85 Schließung: Stadtpark-Lichtspiele Sinsheim Inh.: Günther Petri aus: Das Filmtheater 1985

Die Geschichte der Stadtpark-Lichtspiele begann im Jahr 1926, als Fritz Petri einen Saal an das bestehende Gasthaus anbauen ließ. Hier sollten in erster Linie kulturelle Veranstaltungen wie Theatervorführungen, große Festlichkeiten und Bälle stattfinden. Stars und Sternchen wie Zarah Leander und Theo Lingen betraten hier in Sinsheim die Bretter, die die Welt bedeuten. Und auch politische Prominenz gab sich hier ein Stelldichein. Im Dritten Reich wurden bei Veranstaltungen der NSDAP die Menschen auf den Führer eingeschworen, die Wochenschau der NS-Propaganda sorgte für ein entsprechendes Weltbild. Später nutzten unter anderem Ex-Bundeskanzler und SPD-Ehrenvorsitzender Willy Brandt sowie der ehemalige NPD-Chef Adolf von Thadden den Kinosaal für Wahlveranstaltungen.
In den 1930er Jahren wurde ein Kino mit 450 Sitzplätzen und Balkonen eingerichtet. Ständig modernisiert und den technischen Neuerungen angepasst, war es das letzte Kino überhaupt, das im Kraichgau überlebte: Früher gab es noch Kinos in Steinsfurt (Lichtspielhaus) und die "Rößle"-Lichtspiele in Eppingen.
Die "Stadtpark-Lichtspiele" waren Treffpunkt der Filmfreunde aller Altersschichten, doch aus Rentabilitätsgründen wurde der Kinobetrieb zum 31. Juli 1985 für immer eingestellt - in Sinsheim machten sich damals die Videotheken breit.
Vor genau 25 Jahren zerstörte ein Großfeuer den "Stadtpark" in der Friedrichstraße. Das ehemalige Kino mit Restaurant und Biergarten war beliebter Treffpunkt in der Region. Nach dem durch Brandstiftung gelegten Feuer wurde der "Stadtpark" in seiner ursprünglichen Form nicht mehr aufgebaut.[1]

Kinodaten

  • 1930 Lichtspiel-Palast 222 I: Petri
  • 1931 Stadtpark-Lichtspiele 222 I: Fritz Petri
  • 1932-1934Stadtpark Lichtspiele, Friedrichstraße, F: 250, 3 Tage, V, B: 60 qm 650 I: Fritz Petri, ebenda
  • 1937 Stadtpark-Lichtspiele, Friedrichstraße, F: 250, täglich, V. B: 60 qm 300 I: Fritz Petri. Gasthaus "Zum Stadtpark"
  • 1940 Stadtpark-Lichtspiele, Friedrichstraße 366, F: 250, Gr: 19. 9. 1927, B: 60 gm, V 180/3-5 Tg. I: Karl Petri. ebenda
  • 1941 Stadtpark-Lichtspiele, Friedrichstraße 366, F: 250, Gr: 19. 9. 1927,. V, B: 60 qm 180/3—5 Tg. I: Karl PetH, ebenda
  • 1949 Stadtpark-Lichtspiele Friedrichstraße 366, Tel. 250. Inh.: Anni Petri. 6 Tag Pl. 467
  • 1950 Stadtpark-Lichtspiele Friedrichstr. 366, Tel. 250, I: Anni Petri, Sinsheim. 510 Pl. 5—7 Tg., 1—4 V., Dia; App.; AEG Euro M, Vst.: Klangfilm-Eurodyn, Str.: 110/220 Volt, 20 Amp.; Bühne 9x6x5, Th. ja.
  • 1952 Stadtpark-LichtspieleFriedrichstr. 19, Tel. 250, I. u. Gf. AnniPetri, Friedrichstr. 19.Pl. 510, 7 Tg, 9 V, tön. Dia, App. AEG.Euro M, Vst. Klangfilm-Eurodyn, Str.110/220 Volt, 20 Amp, Bühne 9x6x5,Th. ja
  • 1953 Stadtpark-Lichtspiele Friedrichstr. 19, Tel. 250, I. u. Gf. Anni Petri, Friedrichstr. 19 PI. 510, 7 Tg., 9 V., tön. Dia, App. AEG Euro M, Vst. Klangfilm-Eurodyn, Str. 110/220 Volt, 20 Amp., Bühne 9x6x5, Th. ja
  • 1955 * Stadtpark-Lichtspiele Friedrichstr. 19, Tel. 250, I. u. Gf. Anni Petri, Friedrichstr. 19 PL 510, 7 Tg., 9 V., tön. Dia, App. AEG EuroM, Vst. Klangfilm-Eurodyn, Str. 110/ 220 Volt, 20 Amp., Bühne 9x6x5, Th.
  • 1956 Stadtpark-Lichtspiele Friedrichstr. 19, Tel: 250, Postanschr: desgl., I: Anni Petri PI: 510, Best: Löffler, 7 Tg., 11 V., tön. Dia, App: AEG Euro M, Verst: Klangfilm, Str: W. 220 Volt, 30 Amp., Bühne: 9x6x5,Th., O.