Solingen Lux am Dreieck

Aus Kinowiki
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  • eröffnet am 7. April 1957 mit „Der König und ich" [1]
  • Betreiber: Liesel Koenen
  • Plätze: 291 (1957)
  • geschlossen am 22. Febr. 1973 [1]

Geschichte

Zwanzig Jahre betrieb Liesel Koenen schon das „Deli", als sie im Frühjahr 1957 mit dem „Lux am Dreieck" im „Haus der Sparkasse" das letzte Solinger Kino der Wirtschaftswunderjahre eröffnete. Im Neubau der Hauptstelle der Stadt-Sparkasse Solingen fanden - nach internationalem Vorbild - auch eine Ladenpassage, ein Hotel und ein Restaurant Platz. Das „Lux" als kleinstes Lichtspielhaus im Zentrum Solingens (weniger als 300 Plätze) nahm den Spielbetrieb auf, als die Kinobesucherzahlen allgemein schon zu sinken begannen. „Mit blauen Seitenwandbespannungen und einem goldenen Paradevorhang (...), einer dunkel getönten Stufendecke und Neon-Leuchtröhren erhielt der Theatersaal eine sehr elegante Atmosphäre' (Filmwoche 20/1957, S. 18). Programmatisch sah es seine Nische auf dem Solinger Kinomarkt im „anspruchsvollen" Film. In den ersten neun Monaten (von April bis Dezember 1957) fanden sich nur zwei deutsche Produktionen im Hauptprogramm: der DDR-Defa-Film „Der Untertan" und „Made in Germany - ein Leben für Zeiss", beide nicht unbedingt als Kassenschlager einzustufen. Alle anderen Filme kamen aus internationaler Produktion, selten aus Hollywood, meist aus dem europäischen Ausland: Großbritannien, Frankreich, Italien, aber auch „Othello" aus der Sowjetunion. Prädikatsfilme und preisgekrönte Werke der Filmfestspiele in Cannes und von der Berlinale wurden dem Solinger Publikum dargeboten, aber mir diesem anspruchsvollen Programm tat sich das „Lux" schwer, in der Zuschauergunst zu punkten. 1958 wies es mit etwas über 100.000 Besuchern die geringste Zuschauerresonanz der Innenstadt-Kinos auf, in den Folgejahren bis 1961 gelang es lediglich, das „Palast" im Zuspruch zu überholen. Die durchschnittliche Auslastung war auch nicht höher als bei den anderen Lichtspielhäusern im Stadtzentrum. Die Schließung des als „Zweitkino" fungierenden „Deli" 1962 und Veränderungen im Programmangebot sicherten schließlich dem „Lux" das Überleben bis zum Auslaufen des Mietvertrages im Feb. 1973. Heute werden die ehemaligen Kinoräumlichkeiten von der Stadt-Sparkasse Solingen genutztaus: Jörg Becker

  • Am Ufergarten befand sich das LUX, welches die Eheleute Pinell von einem früheren Betreiber übernommen hatten. Es mußte in den 70er Jahren dem Umbau der Sparkassen-Hauptstelle weichen. Quelle: Martin Stöcker

Kinodaten

  • 1958 Lux am Dreieck Tel: 21335, I: Theaterbetriebe Pinell & Co. oHG, Gf: Bödiger PI: 300, Best: Kamphöner, Polster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-, 2 Spätvorst, App: Bauer B 8 B, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1959 Lux am Dreieck Tel: 21335, I: Liesel Koenen-Pinell Pl: 300, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 23 V, 2 Mat.-/Spätvorst, App: Bauer B 8 B, Verst: Dynacord, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1960 °Lux am Dreieck Tel: 21333, I: Liesel Koenen-Pinell Pl: 300, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 23 V, 2 Mat.-/Spätvorst, App: Bauer B 8 B, Verst: Dynacord, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1961 Lux am Dreieck Tel: 21333, I: Liesel Koenen-Pinell PI: 300, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg, 23 V, 2 Mat.-/Spätvorst, FKTg: donnerstags, FKV: in Verbindung mit Volkshochschule wöchentl, Dia-alle Formate, App: Bauer B 8 B, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Dynacord, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1962 Lux am Dreieck Tel: 21333, h Liesel Koenen-Pinell PI: 300, Best: Kamphöner, Hochpolster, 7 Tg., 23 V, 2 Mat.-/Spätvorst., FKTg: donnerstags, FKV: in Verbindung mit Volkshochschule wöchentl., Dia-alle Formate, App: Bauer B 8 B, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Dynacord, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL