Solingen Monopol-Theater am Neumarkt

Aus Kinowiki
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  • eröffnet am 20. Juli 1950 mit „Die wunderschöne Galathee" [1]
  • Betreiber: Wilhelm Schneider
  • Plätze: 937 (1957)
  • geschlossen am 19. Febr. 1968 [1]

Geschichte

  • Das Hotel Monopol an der Bergstraße, in dessen Saal bis dato nicht nur Tanzveranstaltungen, sondern auch Theateraufführungen stattfanden, erlag 1920 (...) dem immer stärker werdenden Druck des Kinos auf das Vergnügungsgewerbe in der elegantesten Art, sich aus der „Affare" zu ziehen: Es ließ sich vom Film adoptieren und verwandelte sich kurzerhand in ein Lichtspielhaus. Am 4. Juni wurde es mit dem Film „Malaria", in dem Lydia Salmanova die Hauptrolle spielte, eröffnet. aus: Jörg Becker
  • Die drei Kinos im Zentrum fielen den Bomben und dem nachfolgenden Großfeuer ebenso zum Opfer wie der „Kaiser-Saal" im „Bayrischen Hof (hier wurden im Winterhalbjahr an Sonn- und Feiertagen Filme gezeigt). [1]
  • Das „Monopol" war der erste Wiederaufbau eines Gebäudes im bombenzerstörten Stadtkern Solingens. Als reiner Zweckbau war das Kino architektonisch den Filmpalästen der Großstädte aus den 1920er Jahre nachempfunden und überragte mit seinen fast 1000 Plätzen alle bestehenden und nachfolgenden Solinger Kinos um fast das Doppelte. Das neue „Monopol" stand fast an derselben Stelle wie das zerstörte Kino gleichen Namens vor dem Zweiten Weltkrieg. Dieser „Kulturpalast", den auswärtige Besucher eher in Düsseldorf als in Solingen erwartete hätten, setzen mit seiner Ausstattung Maßstäbe und diente neben seinem Hauptzweck - Filmvorführungen - auch als Veranstaltungsraum für Konzerte, Varietes und Sportveranstaltungen. In Sachen Film war es trotz der anfänglichen Konkurrenz des „Theaters am Mühlenhof" sofort das erste Haus in der Stadt. Mit der Übernahme von „Mühlenhof" und „Palast" durch Wilhelm Schneider im Sommer 1956 wurde die Stellung unangreifbar. Im „Monopol" liefen die attraktivsten Filme der Zeit zuerst, häufig zeitgleich mit den Startterminen in Westdeutschland. Schneider wählte für sein größtes Kino aus dem vorliegenden aktuellen Angebot den Film fürs „Monopol" aus, der die stärkste Publikumsresonanz erwarten ließ-Nationale und internationale Publikumslieblinge sollten die Kassen füllen. Das Kinojahr 1957 begann im „Monopol" mit „Sissi" Teil 2 und endete mit „Sissi" Teil 3. In diesem Jahr wurden zu drei Vierteln deutsche bzw. österreichische Produktionen gezeigt (Romanzen, Komödien, Dramen - überwiegend heiter, meist mit einem gewissen Anspruch, ausnahmsweise ein Heimatfilm und manchmal auch Klamauk). Die Filme aus ausländischer Produktion waren sorgfältig ausgewählt und boten meist großes „Starkino" mit einem Hauch von Glamour. (...) Die Auslastung des großen Hauses bei den einzelnen Vorstellungen lag aber selbst in den Spitzenjahren nur knapp über einem Drittel und sank 1961 unter ein Viertel der Plätze. Als die Zuschauerzahlen allgemein massiv zu sinken begannen, verbesserte sich die Marktstellung des „Monopol" sogar noch relativ im Verhältnis zu den anderen Solinger Kinos. Trotzdem dürfte den Eigentümern die Entscheidung für die Schließung 1968 leicht gefallen sein, als sich mit dem Verkauf des Grundstückes für den Neubau von Karstadt und Turmhotel eine lukrative Alternative bot. Ein „Konsumtempel" trat an die Stelle des „Kulturpalastes", die Stadt erhielt ein neues Wahrzeichen, das nun nach vier Jahrzehnten ebenfalls nicht mehr zeitgemäß erscheint und deshalb weichen muss. Fünf Jahre nach der Sprengung des „Monopol" eröffnete Gerhard Schneider 1973, nach der Schließung des „Lux", in der Turmpassage ein neues kleines Kino mit 169 Plätzen. Ein Jahrzehnt lang bereicherte das „Monopol-Filmstudio" die immer ärmer werdende Solinger Kinolandschaft. Eine Generation von Kinogängern dürfte dieses Kino vor allem wegen der Filme, die im VHS-Filmstudio liefen, in besonderer Erinnerung behalten.
  • Im Hotel MONOPOL in der Bergstr. Nr. 3 (zeitwelig auch Nr. 4) befanden sich die MONOPOL-Lichtspiele. Dieses Kino wurde als sehr schön ausgestattet beschrieben. Es verfügte während der Stummfilmzeit auch über ein eigenes Orchester, dem z. B. August Grah angehörte. Beim großen Luftangriff 1944 wurde es zerstört.
    Das nach dem Krieg führende Haus war dann das neue MONOPOL am Graf-Wilhelm-Platz (Betreiber: Herr Schneider). Es ersetzte das 1944 zerstörte, MONOPOL-Theater an ungefähr der selben Stelle. Der großzügige Neubau mußte jedoch schon Ende der 60er Jahre dem Karstadt-Neubau weichen. Ersatzweise wurde von Herrn Schneider dafür in der Turmpassage das MONOPOL-Filmstudio eingerichtet. Bespielt mit einem etwas anspruchsvolleren Programm, erfreute es sich großer Beliebtheit, bis ihm ständige Mieterhöhungen schließlich Anfang der 80er Jahre den Garaus machten. Quelle: Martin Stöcker
  • Solingen. Bergstraße 4 wurde das Monopol-Theater-Lichtspielhaus eröffnet. aus: Der Kinomatograph 701/27. Juni 1920

Bilder

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Fotoquelle

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Foto: Stadtarchiv Solingen

Kinodaten

  • 1920 Monopol-Theater, Bergstr. 4 — Fernspr. 108 — Gegr. 1920 (Sp. tägl.) .300 Plätze Frau Christoph Blum, Opladen (Rhld.), Kölnerstr. 69 — Fernspr. 240. Gf.: Jos. Blum
  • 1921 Monopol-Theater, Bergstraße 4, F: 1310, Gr: 1920 (tägl.) 350 I: Josef Blum, Opladen, Kölner Straße 65, F: Opl. 240.
  • 1924
  • 1925 Monopol-Theater, Bergstr. 4, Gr: 1920. täglich 500 I: Lott & Meißner, Bergstr. 4
  • 1926
  • 1927 Metropol-Theater, Bergstr. 4. Inh: Lott und Meissner, Köln. Sptg: Täglich. Pr: Einmal wöchentlich. 700 Pl.
  • 1928 Monopol-Theater, Bergstr. 4, Gr: 1920, täglich 500 I: Lott & Meißner, Köln, Pfeilstraße 36
  • 1929 Monopol-Theater, Bergstraße 4, Gr: 1920, täglich 500 I: Lott & Meißner, Köln, Pfeilstraße 36
  • 1930 Monopol-Theater, Bergstraße 4, Gr: 1920, täglich, V, S, B: 50 gm, T-F: Totis 625 t: Frau Heinrich Lott, Köln, Pfeilstraße 36, F: 4227
  • 1931 Monopol-Theater, Bergstraße 4, F: 24670, Gr: 1920, täglich. V, S. B: 50 qm, Kap: 4 M., T-F: Tobis 625 I: Frau Heinrich Lott, Köln, Pfeilstraße 36, F: 214227
  • 1932 Monopol-Theater, Bergstraße 4, F: 24670, Gr: 1920, täglich, V, S, B: 50 qm, T-F: Tobis 625 I: Frau Heinrich Lott, Köln, Pfeilstraße 36, F: 214227
  • 1933 Monopol-Theater, Bergstraße 4. F: 24670, Gr: 1920. täglich, V, S. B: 50 qm, T-F: Tobis 625 I: Frau Heinrich Lott, Köln, Pfeilstraße 36, F: 214227
  • 1934 Monopol-Theater, Bergstraße 4, F: 24670, Gr: 1920. täglich, V, S. B: 50 qm, T-F: Tobis 625 I: Frau Heinrich Lott, Köln, Pfeilstraße 36. F: 214227
  • 1935
  • 1937 Monopol-Theater, Bergstraße 4, F: 24670, Gr: 1917, täglich, V, !| B: 50 qm 598 I: E. Kuhnert. Lindenbaumstraße Nr. 32 und H. Zimmermann, Auf der Börse 36
  • 1938 Monopol-Theater, Bergstraße 4, F: 24670, Gr: 1917, täglich, B: 50 qm 598 I: E. Kuhnert, Lindenbaumstr. 32 und H. Zimmermann, Fischenich bei Köln
  • 1939
  • 1940 Monopol-Theater, Bergstr. 4, F: 24670, Gr: 1917, B: 50 qm, H, V, S 631/teil I: E. Kuhnert, Burger Landstraße 21, F: 25155, und 11. Zimmermann, Fischenich bei Köln
  • 1941 Monopol-Theater, Bergstr. 4, F: 24 670, Gr: 1917, H. V, S, B: 50 qm 631 / tgl. I: E. Kuhnert, Bürger Landstraße 21, F: 25155, und H. Zimmer- mann, Fischenich bei Köln, F: Hermülheim 686
  • 1952 Monopol-Theater a. Neumarkt Bergstr. 4, Tel. 22 259, I. Monopol- Theater GmbH, Bergstr. 4, Gf. Curt Stresemann, Kasernenstraße 38. Pl: 937, 7 Tg, 21 V, tön. Dia., Ado. FH 66. Vst. Karn-Elac, Str. W.-D. 290/380 Volt, 80 Amp, Bühne 12,6x7,8x8, Th. ja.
  • 1953 Monopol-Theater a. Neumarkt Bergstr. 4, Tel. 2 22 59, I. Monopol-Theater GmbH., Gf. Albert Saviane, KlemensHorn-Str. 32 Pl. 937, 7 Tg., 21 V., tön. Dia, App. Frieseke & Hoepfner 66, Vst. Karp-Elac, Str. W.-D. 220/380 Volt, 80 Amp., Bühne 12,6x7,8x8, Th. ja
  • 1955 Monopol-Theater a. Neumarkt Bergstr. 4, Tel. 2 22 59, I. Monopol-Theater GmbH., Gf. Albert Saviane, Klemens-Horn-Straße 32 T PI. 937, 7 Tg., 21 V., tön. Dia, App. Frieseke & Hoepfner 66, Vst. Karp-Elac, Str. W.-D. 220/380 Volt, 80 Amp., Bühne 12,6x7,8x8, Th.
  • 1956 Monopol am Neumarkt Bergstr. 4, Tel: 22259, Postanschr: desgl, Vers. -Bf: -Hbf, I: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane, Klemens-Horn-Str. 32. Pl: 937, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster-Sessel, 7 Tg, 21 V, 1 Matinee-Vorst, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm, Str: D. 220/380 Volt, 60 Amp, Bildu. Tonsyst: CinemaScope, Lichtton, 4-Kanal-Magnetton, Bildw. -Abm: 9x3, 6, Bühne: 10x6, 65, Th, O.
  • 1957 Monopol Theater am Neumarkt Bergstr. 4, Tel: 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Vers.-Bf: -Hbf, I: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane, Klemens-Horn-Str. 32 PI: 937, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, Th, O.
  • 1958 Monopol-Theater am Neumarkt Bergstr. 4, Tel: 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Vers.-Bf: -Hbf, I: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane, Anschr: Klemens, Hornstr. 32 PI: 937, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh-1:2,35, 1:2,55, Th, O.
  • 1959 Monopol-Theater am Neumarkt Bergstr. 4, Tel: 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH., Vers.-Bf: -Hbf, I: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Sa- viane Pl: 937, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klang Film, Lautspr: Klang Film, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2, 55, Th, O.
  • 1960 Monopol-Theater am Neumarkt Bergstr. 4, Tel: 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Vers.-3f: -Hbf, I: Monopol-Theater GmbH, Gf: W. Schneider Pl: 937, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 21 V, 1 Mat.-, 2 Spätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, Th., O.
  • 1961 Monopol-Theater am Neumarkt Bergstr. 4, Tel: 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH., Vers.-Bf: -Hbf., I: Monopol-Theater GmbH, Gf: W. Schneider PI: 937, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg., 21 V., 1 Mat.-, 2 Spätvorst., tön. Dia-N, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Biild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Th., O.
  • 1962 Monopol-Theater am Neumarkt Bergstr. 4, Tel: 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH., Vers.-Bf: -Hbf, I: Monopol-Theater GmbH, Gf: W. Schneider PI: 937, Best: Schröder & Henzelmann, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, 1 Mat.-, 2 Spätvorst, tön. Dia-N, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Th, O.