Solingen Odeon Merscheid: Unterschied zwischen den Versionen

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*Adresse: Merscheider Straße 77-79
In Solingen-Merscheid schließlich gab es seit den 20er Jahren das ODEON, ein recht kleines Kino mit nur einem Projektor in dem sehr kleinen Vorführraum. Um trotzdem ohne ständige Unterbrechungen vorführen zu können, verwendete der Betreiber, Herr Aengeveldt, eine spezielle Einrichtung, die sich AKNAP nannte (diese war übrigens damals verboten, da bei dem seinerzeit üblichen Nitrofilm dabei erhöhte Brandgefahr bestand). In den 30er Jahren bauten dann die Aengeveldts das neue ODEON auf der Ecke Merscheider-/Robert-Klaas-Straße. Schon beim Bau für seine Lage etwas überdimensioniert, schloß dieses etwa Ende der 50er Jahre. Wenige Jahre später übernahm die COBRAFILM das Gebäude, baute einige kleinere Gebäudeteile an (auch ein Synchron- und 35mm-Vorführstudio mit einem phantastisch großen klassischen Normalbild!) und nutzte nach Einebnung des Bodens den ehemaligen Kinosaal als Filmstudio hauptsächlich zur Produktion von Werbespots / Werbefilmen. Nach dem Konkurs der COBRAFILM in den 80er Jahren stand das Gebäude einige Zeit leer und wurde von der Stadt Solingen zwecks Einrichtung eines soziokulturellen Zentrums erworben. Nach dem Umbau des Gebäudes wurde dieses am 7.10.94 eröffnet Der Kinobetrieb wurde einen Monat später begonnen, denn in einem Anbau war auch ein hervorragend ausgestattetes Kino eingerichtet worden, das KINO IM COBRA. Die Ausstattung, finanziert durch einen großzügigen Landeszuschuss, orientierte sich am Frankfurter Kommunalen Kino und der Düsseldorfer Black Box. Betrieben von dem Verein "Die Provinz lebt", ursprünglich faktisch als Kommunales Kino, wurde dieses jedoch Ende 1997 wieder geschlossen. Erst ab Ende 1998 waren dort wieder an einzelnen Tagen Filme eines kommerziell orientierten Programms zu sehen. Abgesehen von diesem 65-Plätze-Kino wurde beim Umbau auch die angrenzende Halle, der ehemalige ODEON-Kinosaal, wieder mit einer Rolleinwand von 10 m Breite und einer entsprechenden 35mm-Projektionseinrichtung versehen. Leider wurde die Möglichkeit, dort Filme zu zeigen, nur selten (bei besonderen Events, Sondervorstellungen für Schulen) genutzt, dann aber jeweils mit großem Erfolg. Schon seit Mitte 1997 liegt diese kostspielige Einrichtung brach. Quelle: [http://members.aol.com/Kinema2000/Geschichte.html Martin Stöcker]
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*eröffnet im Jahre 1932
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*wiedereröffnet am 15. Sept. 1945 mit „Karneval der Liebe"  [[Jörg Becker|[1]]]
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*Besitzer: Jacob Aengevelt
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*Plätze: 596 (1957)
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*geschlossen am 4. Feb. 1963 [[Jörg Becker|[1]]]
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==Geschichte==
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*Das „Odeon" begann den Spielbetrieb zunächst in der Merscheider Straße 100 und zog dann im Sommer 1938 in den Neubau auf der anderen Straßenseite. Es gehörte zu den ersten vier Kinos, deren Wiedereröffnung im Herbst 1945 von der Militärregierung genehmigt wurde, und war bis 1950 gut besucht und ausgelastet. In den 1950er Jahren sanken die Besucherzahlen kontinuierlich. Das „Odeon" wurde zum „Stadtteilkino", wo die Publikumserfolge der verschiedensten Filmgenres der letzten Wochen und Monate noch ein weiteres Mal den Bewohnern des Stadtteils angeboten wurden. Das wirtschaftliche Ende des mit fast 600 Plätzen großen „Odeon" kam, als bei allgemein sinkendem Kinointeresse die Zuschauer immer weniger bereit waren, auf die „neuesten" Filme so lange zu warten, bis sie endlich in ihrem Stadtteil gezeigt wurden, sondern die Neuerscheinungen sofort sehen wollten. Nach der Kinoschließung 1963 diente das Gebäude mehr als zwei Jahrzehnte der Cobrafilm Conrad KG. Seit 1989 fungiert es als Kommunikationszentrum unter dem Namen „Cobra". Für eine kleine Zuschauerzahl (64 Plätze) werden hier auch heute noch Filme gezeigt.
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*In Solingen-Merscheid schließlich gab es seit den 20er Jahren das ODEON, ein recht kleines Kino mit nur einem Projektor in dem sehr kleinen Vorführraum. Um trotzdem ohne ständige Unterbrechungen vorführen zu können, verwendete der Betreiber, Herr Aengeveldt, eine spezielle Einrichtung, die sich AKNAP nannte (diese war übrigens damals verboten, da bei dem seinerzeit üblichen Nitrofilm dabei erhöhte Brandgefahr bestand). In den 30er Jahren bauten dann die Aengeveldts das neue ODEON auf der Ecke Merscheider-/Robert-Klaas-Straße. Schon beim Bau für seine Lage etwas überdimensioniert, schloß dieses etwa Ende der 50er Jahre. Wenige Jahre später übernahm die COBRAFILM das Gebäude, baute einige kleinere Gebäudeteile an (auch ein Synchron- und 35mm-Vorführstudio mit einem phantastisch großen klassischen Normalbild!) und nutzte nach Einebnung des Bodens den ehemaligen Kinosaal als Filmstudio hauptsächlich zur Produktion von Werbespots / Werbefilmen. Nach dem Konkurs der COBRAFILM in den 80er Jahren stand das Gebäude einige Zeit leer und wurde von der Stadt Solingen zwecks Einrichtung eines soziokulturellen Zentrums erworben. Nach dem Umbau des Gebäudes wurde dieses am 7.10.94 eröffnet Der Kinobetrieb wurde einen Monat später begonnen, denn in einem Anbau war auch ein hervorragend ausgestattetes Kino eingerichtet worden, das KINO IM COBRA. Die Ausstattung, finanziert durch einen großzügigen Landeszuschuss, orientierte sich am Frankfurter Kommunalen Kino und der Düsseldorfer Black Box. Betrieben von dem Verein "Die Provinz lebt", ursprünglich faktisch als Kommunales Kino, wurde dieses jedoch Ende 1997 wieder geschlossen. Erst ab Ende 1998 waren dort wieder an einzelnen Tagen Filme eines kommerziell orientierten Programms zu sehen. Abgesehen von diesem 65-Plätze-Kino wurde beim Umbau auch die angrenzende Halle, der ehemalige ODEON-Kinosaal, wieder mit einer Rolleinwand von 10 m Breite und einer entsprechenden 35mm-Projektionseinrichtung versehen. Leider wurde die Möglichkeit, dort Filme zu zeigen, nur selten (bei besonderen Events, Sondervorstellungen für Schulen) genutzt, dann aber jeweils mit großem Erfolg. Schon seit Mitte 1997 liegt diese kostspielige Einrichtung brach. Quelle: [http://members.aol.com/Kinema2000/Geschichte.html Martin Stöcker]
  
 
http://members.aol.com/Kinema2000/Odeon.JPG Foto: [http://members.aol.com/Kinema2000/Geschichte.html Martin Stöcker]
 
http://members.aol.com/Kinema2000/Odeon.JPG Foto: [http://members.aol.com/Kinema2000/Geschichte.html Martin Stöcker]

Version vom 18. April 2011, 19:45 Uhr

  • Adresse: Merscheider Straße 77-79
  • eröffnet im Jahre 1932
  • wiedereröffnet am 15. Sept. 1945 mit „Karneval der Liebe" [1]
  • Besitzer: Jacob Aengevelt
  • Plätze: 596 (1957)
  • geschlossen am 4. Feb. 1963 [1]

Geschichte

  • Das „Odeon" begann den Spielbetrieb zunächst in der Merscheider Straße 100 und zog dann im Sommer 1938 in den Neubau auf der anderen Straßenseite. Es gehörte zu den ersten vier Kinos, deren Wiedereröffnung im Herbst 1945 von der Militärregierung genehmigt wurde, und war bis 1950 gut besucht und ausgelastet. In den 1950er Jahren sanken die Besucherzahlen kontinuierlich. Das „Odeon" wurde zum „Stadtteilkino", wo die Publikumserfolge der verschiedensten Filmgenres der letzten Wochen und Monate noch ein weiteres Mal den Bewohnern des Stadtteils angeboten wurden. Das wirtschaftliche Ende des mit fast 600 Plätzen großen „Odeon" kam, als bei allgemein sinkendem Kinointeresse die Zuschauer immer weniger bereit waren, auf die „neuesten" Filme so lange zu warten, bis sie endlich in ihrem Stadtteil gezeigt wurden, sondern die Neuerscheinungen sofort sehen wollten. Nach der Kinoschließung 1963 diente das Gebäude mehr als zwei Jahrzehnte der Cobrafilm Conrad KG. Seit 1989 fungiert es als Kommunikationszentrum unter dem Namen „Cobra". Für eine kleine Zuschauerzahl (64 Plätze) werden hier auch heute noch Filme gezeigt.
  • In Solingen-Merscheid schließlich gab es seit den 20er Jahren das ODEON, ein recht kleines Kino mit nur einem Projektor in dem sehr kleinen Vorführraum. Um trotzdem ohne ständige Unterbrechungen vorführen zu können, verwendete der Betreiber, Herr Aengeveldt, eine spezielle Einrichtung, die sich AKNAP nannte (diese war übrigens damals verboten, da bei dem seinerzeit üblichen Nitrofilm dabei erhöhte Brandgefahr bestand). In den 30er Jahren bauten dann die Aengeveldts das neue ODEON auf der Ecke Merscheider-/Robert-Klaas-Straße. Schon beim Bau für seine Lage etwas überdimensioniert, schloß dieses etwa Ende der 50er Jahre. Wenige Jahre später übernahm die COBRAFILM das Gebäude, baute einige kleinere Gebäudeteile an (auch ein Synchron- und 35mm-Vorführstudio mit einem phantastisch großen klassischen Normalbild!) und nutzte nach Einebnung des Bodens den ehemaligen Kinosaal als Filmstudio hauptsächlich zur Produktion von Werbespots / Werbefilmen. Nach dem Konkurs der COBRAFILM in den 80er Jahren stand das Gebäude einige Zeit leer und wurde von der Stadt Solingen zwecks Einrichtung eines soziokulturellen Zentrums erworben. Nach dem Umbau des Gebäudes wurde dieses am 7.10.94 eröffnet Der Kinobetrieb wurde einen Monat später begonnen, denn in einem Anbau war auch ein hervorragend ausgestattetes Kino eingerichtet worden, das KINO IM COBRA. Die Ausstattung, finanziert durch einen großzügigen Landeszuschuss, orientierte sich am Frankfurter Kommunalen Kino und der Düsseldorfer Black Box. Betrieben von dem Verein "Die Provinz lebt", ursprünglich faktisch als Kommunales Kino, wurde dieses jedoch Ende 1997 wieder geschlossen. Erst ab Ende 1998 waren dort wieder an einzelnen Tagen Filme eines kommerziell orientierten Programms zu sehen. Abgesehen von diesem 65-Plätze-Kino wurde beim Umbau auch die angrenzende Halle, der ehemalige ODEON-Kinosaal, wieder mit einer Rolleinwand von 10 m Breite und einer entsprechenden 35mm-Projektionseinrichtung versehen. Leider wurde die Möglichkeit, dort Filme zu zeigen, nur selten (bei besonderen Events, Sondervorstellungen für Schulen) genutzt, dann aber jeweils mit großem Erfolg. Schon seit Mitte 1997 liegt diese kostspielige Einrichtung brach. Quelle: Martin Stöcker

Odeon.JPG Foto: Martin Stöcker

  • Im Hotel MONOPOL in der Bergstr. Nr. 3 (zeitwelig auch Nr. 4) befanden sich die MONOPOL-Lichtspiele. Dieses Kino wurde als sehr schön ausgestattet beschrieben. Es verfügte während der Stummfilmzeit auch über ein eigenes Orchester, dem z. B. August Grah angehörte. Beim großen Luftangriff 1944 wurde es zerstört.
    Das nach dem Krieg führende Haus war dann das neue MONOPOL am Graf-Wilhelm-Platz (Betreiber: Herr Schneider). Es ersetzte das 1944 zerstörte, MONOPOL-Theater an ungefähr der selben Stelle. Der großzügige Neubau mußte jedoch schon Ende der 60er Jahre dem Karstadt-Neubau weichen. Ersatzweise wurde von Herrn Schneider dafür in der Turmpassage das MONOPOL-Filmstudio eingerichtet. Bespielt mit einem etwas anspruchsvolleren Programm, erfreute es sich großer Beliebtheit, bis ihm ständige Mieterhöhungen schließlich Anfang der 80er Jahre den Garaus machten. Quelle: Martin Stöcker
  • Solingen. Bergstraße 4 wurde das Monopol-Theater-Lichtspielhaus eröffnet. aus: Der Kinomatograph 701/27. Juni 1920

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