Solingen Palast-Theater

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Geschichte

  • Mit einem „Elite-Programm" wurde das „Palast-Theater" auf der Hauptstraße (direkt neben dem damaligen „Apollo") im Herbst 1912 eröffnet. Das Elite-Programm bestand aus den Filmen „Siegfried" und „Du hast mich besiegt". Mit Erstaufführungen stand Solingen damals kaum hinter anderen Städten zurück. Und in Berlin wunderte man sich, wie Frau Monshausen, die Tochter von Walther Lawo, berichtete, in jenen Jahren schon nicht wenig über die immer mehr steigernde Solinger Kinofreudigkeit. „Der Andrang war kolossal", schrieb die Solinger Presse über die Eröffnungsvorstellung im „Palast-Theater", „denn der Riesenraum, der 500 Plätze hat, war resdos besetzt und noch eine ganze Reihe Leute musste sich mit Stehplätzen begnügen. Besondere Erwähnung verdienen die Musikvorträge der Künsderkapelle, die noch verschönert werden durch ein Glockenspiel, das die Bilder großartig illustriert." [1]
  • Die drei Kinos im Zentrum fielen am 4. November 1944 den Bomben und dem nachfolgenden Großfeuer ebenso zum Opfer wie der „Kaiser-Saal" im „Bayrischen Hof (hier wurden im Winterhalbjahr an Sonn- und Feiertagen Filme gezeigt). [1]
  • Am 6. Januar 1946 konnte Willy Monshausen sein provisorisches „Palast-Theater" mit 388 Plätzen in der ehemaligen Turnhalle der Schule am Rosenhügel (Blumenstraße) mitten in der zerstörten Solinger Innenstadt eröffnen. Willy Monshausen hatte die Tochter von Walter Lawo geheiratet und übernahm so am 30. September 1937 das im Herbst 1912 gegründete „Palast-Theater" in der Hauptstraße 109. Neben dem „Monopol" in der Bergstraße war es das führende Kino in der Innenstadt bis zu seiner Zerstörung im November 1944. Monshausen erhielt im Sommer 1945 von der britischen Besatzungsmacht die Erlaubnis, ein neues, provisorisches Kino einzurichten, und begann am 5. August 1945 mit dem Umbau der Schulräume. Monshausen nannte sein neues Lichtspielhaus bewusst „Ausweichkino" und wählte damit die Begrifflichkeit, die während des Krieges für Ersatzräume zerstörter Kinos üblich gewesen war. [1]

Kinodaten

  • 1917 Kinotheater, Kaisenstr. 109
  • 1918 Palast-Theater, Kaiserstr. 109 — Fernspr.: 1774 376 Plätze H. Collard, Cölnerstr. 134
  • 1920 Palast-Theater, Kaiserstr. 109 (Sp. tägl.) 400 Plätze Collard, Heinrich, Cölner Str. 134
  • 1921 Palast-Theater, Kaiserstr. 104, F: 1774 (tägl.) 400 I: Heinrich Collard, Kölner Straße 134, F: 920.
  • 1924
  • 1925 Palast-Theater, Hauptstr. 109, F: 1774. Gr: 1912, täglich, H 415 I: Heinrich Collard, Kölner Straße 134, F: 920
  • 1926
  • 1927 Palast-Theater, Hauptstr. 109. Inh: Heinrich Collard, Kölner Str. 134. Sptg: Täglich. Pr: Einmal wöchentlich. 408 PI.
  • 1928 Palast-Theater, Hauptstr. 109, F: 1774. Gr: 1912, tägl., H 415 I: Heinrch Collard, Kölner Straße 134, F: 920
  • 1929 Palast-Theater, Hauptstr. 109, F: 919, Gr: 1912, tägl H 415 I: Heinrich Collard, Kölner Straße 134, F: 920
  • 1930 Palast-Theater, Hauptstr. 109, F: 919, Gr: 1912, täglich, H 410 I: Heinrich Collard, Kölner Straße 134, F: 919 u. 920
  • 1931 Palast-Theater, Hauptstraße 109, F: 20661, Gr: 1912, täglich, H, Kap: 4M 410 I: Heinrich Collard, Kölner Str. Nr. 134. F: 20661/62
  • 1932 Palast-Theater, Hauptstraße 109, F: 20662, Gr: 1912, täglich, H, R, T-F: Kinoton 410 I: Palast-Theater Kom.-Ges., ebenda Gf: Walter Lawo
  • 1933 Palast-Theater, Hauptstraße 109, F: 20662, Gr: 1912, täglich, H, R. T-F: Kinoton 410 I: Palast-Theater Kom.-Ges., ebenda Gf: Walter Lawo
  • 1934 Palast-Theater, Hauptstraße 109, F: 20662, Gr: 1912, täglich, H, R, T-F: Kinoton 400 I: Palast-Theater Walter Lawo, ebenda
  • 1935
  • 1937 Palast-Theater, Auf der Börse 15, F: 20662, Gr: 1912, täglich, H 392 I: Walter Lawo, ebenda
  • 1938 Palast-Theater. Auf der Börse 15, F: 20662. Gr: 20. 8. 1912. tägl., H 393 I: Willy Monshausen, Auf der Börse 15
  • 1939
  • 1940 Palast-Theater, Auf der Börse 15, F: 20 662, Gr: 20.8.1912, II 393/tgl I: Willy Monslhausen, ebenda
  • 1949 Palast-Theater Am Rosenhügel 6, Tel. 22 255. Inh.: Willy Monshausen, Solingen, Auguststr. 24, Postf. 243. Pl. 340