Solingen Palast-Theater Mangenberg

Aus Kinowiki
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  • Adresse: Beethovenstraße 8-10
  • eröffnet am 22. Dez. 1955 mit „Musik im Blut" [1]
  • Betreiber: Willy Monshausen - Wilhelm Schneider (ab 1956)
  • Plätze: 508 (1957)
  • geschlossen am 27. Juni 1965 [1]

Geschichte

  • Willy Monshausen hatte bis November 1944 das Solingen „Palast" in der Hauptstraße betrieben und konnte ab Januar 1946 in der provisorisch hergerichteten Turnhalle der Schule Blumenstraße als einziger inmitten der Trümmerwüste der Innenstadt Filme zeigen. Mit der Eröffnung des „Theaters am Mühlenhof' im Dez. 1949 wurde aus dem „Palast" Monshausens „Zweitkino". Mitten im Kinoboom der 1950er Jahre entschloss sich Monshausen zu einem weiteren Kinoneubau. Er wählte dafür den alten Kinostandort an der Mangenberger Kreuzung (die „Mangenberger Lichtspiele" waren am 16. Feb. 1945 bei einem Bombenangriff zerstört und nicht wieder aufgebaut worden). Im Mai 1955 schloss das „Palast" - Provisorium auf dem Rosenhügel endgültig seine Pforten. Im Dez. 1955 öffnete das vom Kinospezialisten Heinz Stupp entworfene neue „Palast" am Mangenberg mit über 500 Plätzen, moderner Gestaltung und dem neuesten Stand der damaligen Kinotechnik. Aus wirtschaftlichen Gründen sah sich Monshausen ein halbes Jahr später gezwungen, seine beiden Kinos an den Mitkonkurrenten Schneider zu verpachten. Im Kinobesuchsrekordjahr 1956 kamen lediglich 121.568 Zuschauer in das neue Haus am Mangenberg, damit war es mit deutlichem Abstand das am schlechtesten besuchte Kino der Innenstadt. In der gesamten Solinger Kinolandschaft waren nur die drei „Vorstadtkinos" der Außenbezirke noch weniger besucht als das „Palast". Der Standort wurde vom Publikum nicht angenommen. Im Kanon der vier Schneider-Kinos bekam das „Palast" 1957 die Rolle für die „B-Filme" zugewiesen. Es zeigte überwiegend Filme für junge Männer, meist spannende „Action" aus den Hollywood-Studios, seltener aus französischer Produktion. Diese Ausrichtung erwies sich aber als nur begrenzt erfolgreich. Wie die beiden anderen Kinos in Randlage zur Innenstadt — „Deli" und „Grünewald" — traf der massive Rückgang der Kinobesuche . 1959 überproportional auch das „Palast". Konsequenterweise trennte sich Schneider deshalb zuerst von diesem Kino und stellte schon im Mai 1965 den Spielbetrieb dort ein. Heute das ehemalige Kino als Garage genutzt. aus: Jörg Becker
  • Im Herzen von Alt-Solingen soll in absehbarer Zeit das „Palast-Theater" neuer und schöner erstehen. Vier Jahrzehnte sind verflossen, seit das Lichtspielhaus an der mittleren Kaiserstraße seine Pforten öffnete. 1912 kündete die Solinger Lokalpresse ein „Eliteprogramm" mit den Stummfilmen „Du hast mich besiegt" und „Siegfried" an. Herr Walter Lawo, zunächst Geschäftsführer, später Besitzer des Theaters, und nach seinem Tode sein Schwiegersohn Willi Monshausen, machten das Haus zu einer Pflegestätte des guten Films. Im November 1944 sank es in Schutt und Asche. Nachdem Herr Monshausen Anfang 1946 das „Palast" als Nottheater am Rosenhügel in Alt-Solingen wieder eröffnet und 1949 das „Theater am Mühlenhof" errichtet hat, trägt er sich jetzt mit Plänen, nach denen sich das älteste noch im Betrieb befindliche Solinger Lichtspielhaus demnächst in neuem, modernem Gebäude präsentieren wird. Der neue Film 83/1952
  • Auch dieses wurde 1944 beim Luftangriff auf die Solinger Innenstadt zerstört, ebenso wie das führende Solinger Kino, das in der Hauptstraße gelegene PALAST-Theater, betrieben von Herrn Monshausen. Für eine Übergangszeit nach dem Krieg richtete dieser einen provisorischen Lichtspielbetrieb in der Turnhalle der an der Blumenstraße gelegenen Schule ein, bis er am Mangenberg um 1950 das neue PALAST-Theater in Betrieb nehmen konnte. Dieses wurde später von Herrn Schneider übernommen. Heute befindet sich im ehemaligen Eingangsbereich, welcher noch recht kinotypisch aussieht, ein Fachgeschäft für Friseurbedarf. Quelle: Martin Stöcker
  • Am Mannenberg in Solingen entsteht ein modernes Lichtspielhaus mit 520 Sitzplätzen, das den Namen Palast-Theater führen wird. Bauherr ist der Inhaber des Theaters am Mühlenhof, Willy Mons-hausen. Voraussichtliche Eröffnung Ende Dezember, Der neue Film 85/1955
  • Zu ihren Solinger Häusern Monopol-Theater am Neumarkt und Roxy am Schlagbaum hat die Monopol - Theater GmbH, kürzlich das Theater an Mühlenhof und das Palast-Theater übernommen. Mit den bisher von Willy Mönshausen betriebenen Lichtspieltheatern verfügt die Monopol-Theater GmbH, nunmehr über eine Kapazität von rund 2340 Sitzplätzen in der Klingenstadt. Der neue Film 67/1956

Kinodaten

  • 1956 Palast-Theater am Mangenberg Beethovenstr, Tel: 22253, Postanschr: desgl, Vers. -Bf: -Hbf, I: Willy Monshausen, Priv. -Anschr: Hauptstr. 224/26 Pl: 520, Best: Schröder & Henzelmann, Klappstühle, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Charlie, Verst: Klangfilm, Str: W. 220/380 Volt, 60 Amp, Bildsyst: CinemaScope
  • 1956N Palast-Theater am Mangenberg Beethovenstr. -Änd: Tel. 25333
  • 1957 Palast-Theater Beethovenstr. 8-10, Tel: 22259, 25333, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopol- Theater GmbH, Gf: Albert Saviane PI: 508, Best: Schröder & Henzelmann, teilw. Flachpolster, 7 Tg, 21 V, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Charlie, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1958 Palast-Theater Beethovenstr. 8-10, Tel: 22259, 25333, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopoi-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane PI: 508, Best: Schröder & Henzelmann, teilw. Flachpolster, 7 Tg, 21 V, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Charlie, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1959 Palast-Theater Beethovenstr. 8-10, Tel: 22259, 25333, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane PI: 508, Best: Schröder & Henzelmann, teilw. Flachpolster, 7 Tg, 21 V. 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Charlie, Verst: Klang Film, Lautspr: Klang Film, Bild- u. Ton- syst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1960 Palast-Theater Beethovenstr. 8-10, Tel: 22259, 25333, Postanschr: Monopol-Theater GmbH., Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf., P: Monopol-Theater GmbH, Gf: W. Schneider Pl: 508, Best: Schröder 8c Henzelmann, teilw. Flachpolster, 7 Tg, 21 V, 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B XI, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1961 Palast-Theater Beethovenstr. 8-10, Tel: 22259, 25333, Postanschr: Monopol-Theater GmbH., Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf., P: Monopol-Theater GmbH., Gf: W. Schneider PI: 508, Best: Schröder & Henzelmann, teilw. Flachpolster, 7 Tg., 21 V., 2 Spätvorst., tön. Dia-N, App: Bauer B XI, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1962 Palast-Theater Beethovenstr. 8-10, Tel: 22259, 25333, Postanschr: Monopol-Theater GmbH. Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopol-Theater GmbH, Gf: W. Schneider Pl: 508, Best: Schröder & Henzelmann, teilw. Flachpolster, 7 Tg, 21 V, 2 Spätvorst., tön. Dia-N, App: Bauer B XI, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL