Solingen Theater am Mühlenhof

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  • Adresse: Konrad-Adenauer-Straße 8-10, früher Hauptstr. 224-226
  • Eröffnung Dezenber 1949
  • Betreiber: Willy Monshausen / Wilhelm Schneider (ab 1956)
  • Plätze: 551 (1957)
  • geschlossen am 29. Okt. 2001 [1]
  • danach Nutzung als Skater-Halle

Geschichte

  • Am 8. Dezember 1949 öffnete das „Theater am Mühlenhof' in einer Feierstunde, umrahmt von den Klängen von Schubert und Haydn, dargeboten vom Schorn-Quartett, erstmalig seine Pforten für die geladenen Gäste. „Das Theater ist in dezenten Farben gehalten. Decke, Wandbespannung, Bestuhlung und Teppiche sind in rostrot, grün und beige harmonisch aufeinander abgestimmt Eine indirekte Deckenbeleuchtung und formschöne Spiegelleuchter erfüllen den Saal mit warmem Licht. Das Theater hat einen ausgesprochen intimen Charakter und zeichnet sich durch betonte Schlichtheit aus." Als Eröffnungsfilm seines neuen Kinos hatte Monshausen „Madonna in Ketten" gewählt. aus: Jörg Becker
  • Mit dem „Theater am Mühlenhof" entstand 1949 der erste Kinoneubau nach dem Zweiten Weltkrieg in Solingen am Rande der zerstörten Innenstadt. Der Zweckbau, der sich aber im Unterschied zum „Monopol" mit Wohnungen und kleinen benachbarten Ladengeschäften hervorragend in die Wiederaufbauplanungen Solingens einfugte, lag an keinem historischen Kinostandort, war aber ein klug gewählter Platz. Zum Zeitpunkt der Eröffnung befand sich in unmittelbarer Nähe das provisorische Einkaufszentrum „Mühlenhof' (daher auch die Namensgebung „Theater am Mühlenhof"). Weil der endgültige Wiederaufbau des Stadtzentrums mehr Zeit erforderte, entschloss sich die Stadt aus funktionalen Gründen, für ein Jahrzehnt ein provisorisches Geschäftsviertel aus Holzbaracken im Zentrum Solingens errichten zu lassen, den „Mühlenhof". Willy Monshausen hatte bis November 1944 das „Palast" in der Hauptstraße betrieben und konnte ab Januar 1946 in der provisorisch hergerichteten Turnhalle der Schule Blumen Straße als einziger inmitten der Trümmerwüste der Innenstadt Filme zeigen. In rekordverdächtiger Zeit ließ er innerhalb weniger Monate das „Theater am Mühlenhof' errichten Stockwerke mit den über dem Kinoeingang liegenden Wohnungen wurden erst gut ein Jahr später fertig gestellt), um noch vor dem im Bau befindlichen „Monopol" im neuen Haus den Spielbetrieb aufnehmen zu können. In den ersten Jahren konkurrierte er mit dem „Monopol" um den Rang des führenden Kinos in der Stadt, in dem er Erstaufführungen und Welterfolge wie „Vom Winde verweht" (März 1951) in sein „Theater am Mühlenhof' holte. Um die 250.000 Besucher jährlich belegen die erfolgreichen Bemühungen. Den wirtschaftlichen Nachteil seines kleineren Kinos konnte Monshausen zunächst mit seinem „Zweitkino" dem „Palast", kompensieren. Als er aber mit dem Neubau des „Palastes" am Mangenberg in ökonomische Schwierigkeiten geriet, übernahm Schneider, der Betreiber von „Monopol" und „Roxy", im Sommer 1956 auch die beiden Kinos von Monshausen. In Schneiders kleinem Solinger „Kino-Imperium" war das „Monopol" klar die Nummer eins. Für das „Theater am Mühlenhof" musste ein neues Profil gefunden werden. Im Jahre 1957 wurden hier zu mehr als 80 % deutsche bzw. österreichische Produktionen gezeigt — familientaugliche leichte Unterhaltung, Romanzen, anspruchsvollere Dramen, aber auch Heimatfilme. In den 1970er Jahren versuchten die Kinobetreiber, dem Niedergang der verbliebenen großen Lichtspielhäuser durch eine Aufteilung in kleinere Einheiten entgegen zu wirken, weil auf diese Weise in demselben Gebäude mit nur wenig mehr Personal deutlich mehr Filme gezeigt und somit vielleicht auch mehr Publikum angelockt werden konnte. So auch im „Mühlenhofd as am 29. März 1979 das „Studio" mit 70 und am 6. Mai 1983 das „Atelier" mit 46 Plätzen eröffnete. Der große Saal fasste jetzt nur noch 380 Personen. Mit der Eröffnung des „Cinemaxx" in den Clemens-Galerien am 1. April 2000 schlug nach mehr als einem halben Jahrhundert die Stunde des letzten traditionellen Solinger Kinos. Am 29. Oktober 2001 schloss das „Theater am Mühlenhof' seine Pforten, um anschließend, zur Skaterhalle umgebaut, eine neue Nutzung zu finden. aus: Jörg Becker
  • Bis zum Schluss überlebt hat das, im Dezember 1949 eröffnete, MÜHLENHOF in der Konrad-Adenauer-Str., früher obere Hauptstraße. Es wurde in den 70er Jahren mit zwei zusätzlichen, allerdings sehr kleinen Leinwänden versehen. 1995 gab Herr Schneider das Kino an Hans-Joachim Kirchhoff ab und war seither dort Theaterleiter. Nach Eröffnung des neuen Multiplex-Kinos CINEMAXX wurde es von Herrn Meyer-Aldenhofen übernommen und mit einem alternativen Programm bespielt. Die Nachfrage entsprach jedoch nicht ganz den Erwartungen, so dass es letzten Endes doch noch schließen musste. Es steht seitdem leer. Quelle: Martin Stöcker
  • Zu ihren Solinger Häusern Monopol-Theater am Neumarkt und Roxy am Schlagbaum hat die Monopol - Theater GmbH, kürzlich das Theater an Mühlenhof und das Palast-Theater übernommen. Mit den bisher von Willy Mönshausen betriebenen Lichtspieltheatern verfügt die Monopol-Theater GmbH, nunmehr über eine Kapazität von rund 2340 Sitzplätzen in der Klingenstadt. Der neue Film 67/1956

Kinodaten

  • 1950 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel. 2 22 53, I.: Willy Monshausen, Solingen, Hauptstr. 224/26 555 Pl. 7 Tg., 3 V., Dia; App.: Actua-Color-Projektor, VsI: Klangfilm, Str.: D. 220/380 Volt
  • 1952 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel. 22 253, I. Willy Monshausen, Hauptstr. 224/26. Pl: 555, 7 Tg, 21 V, Dia, App. ActuaColor-Projektor, Vst. Klangfilm, Str. D. 220/380 Volt.
  • 1953 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel. 2 22 53, I. Willy Monshausen Pl. 551, 7 Tg., 21 V., tön. Dia, App. ActuaColor-Proj ektor, Vst. Klangfilm, Str. D. 220/380 Volt
  • 1955 Theater am Mühlenhof Hauptstraße 224/26, Tel. 2 22 53, I. Willy Monshausen Pl. 551, 7 Tg., 21 V., tön. Dia, App. ActuaColor-Projektor, Vst. Klangfilm, Str. D. 220/380 Volt
  • 1956 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel: 22253, Postanschr: Postfach 243, Vers. -Bf: -Hbf, I: W. Monshausen Pl: 551, Best: Schröder & Henzelmann, teilw. Flachpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Ernemann, Str: D. 220 Volt, 60 Amp, Bildu. Tonsyst: Breitwand, 4-Kanal
  • 1957 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel: 22253, 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Theater am Mühlenhof, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane PI: 551, Best: Schröder & Henzelmann, Flachpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Zeiss Ikon, Lautspr: Zeiss Ikon
  • 1958 °Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel: 22253, 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Theater am Mühlenhof, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane PI: 551, Best: Schröder & Henzelmann, Flachpolsler, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Zeiss Ikon, Lautspr: Zeiss Ikon
  • 1959 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel: 22253, 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH, Theater am Mühlenhof, Bergstr. 4 Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopol-Theater GmbH, Gf: Albert Saviane Pl: 551, Best: Schröder & Henzelmann, Flachpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Zeiss Ikon, Lautspr: Zeiss Ikon, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1960 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel: 22253, 22259, Postanschr; Monopol-Theater GmbH, Theater am Mühlenhof, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf., P: Monopol-Theater GmbH, Gf: W. Schneider Pl: 551, Best: Schröder 8c Henzelmann, Flachpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App Ernemann X, Lichtquelle: Becklicht, Verst Zeiss Ikon, Lautspr: Zeiss Ikon, Bild- u Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1961 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel: 22253, 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH., Theater am Mühlenhof, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf., P: Monopol-Theater GmbH., Gf: W. Schneider PI: 551, Best: Schröder & Henzelmann, Flachpolster, 7 Tg., 21 V., tön. Dia-N, App: Ernemann X, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Zeiss Ikon, Lautspr: Zeiss Ikon, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1962 Theater am Mühlenhof Hauptstr. 224/26, Tel: 22253, 22259, Postanschr: Monopol-Theater GmbH. Theater am Mühlenhof, Bergstr. 4, Vers.-Bf: -Hbf, P: Monopol-Theater GmbH, Gf: W. Schneider PI: 551, Best: Schröder & Henzelmann, Flachpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia-N, App: Ernemann X, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Zeiss Ikon, Lautspr: Zeiss Ikon, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL