Steglitz Allegro

Aus Kinowiki
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Geschichte

Allegro Steglitz und Apollo Filmtheater
Ansicht 1958
  • Das Doppelkino an einer Strassenkreuzung war mit seinem gläsernen Verbindungsgang ein schönes Beispiel von der funktionalen, aber durch Abrundungen und in Profilen eingebettete Reklameflächen auch aufgelockerter 50er-Jahre-Architektur.
  • Während das "Apollo" schon 1954 vom renomierten Berliner Kinoarchitekten Hans Bielenberg erbaut wurde, ist das "Allegro" erst 1957 hinzugefügt worden.
  • Das "Allegro" hatte noch bis 1984 mit dem Zusatz "Haus der Filmkunst" geöffnet und wurde anchließend als Kirchenraum genutzt..
  • 28.7.85 Schließung: Berlin, allegro, Haus d. Filmkunst Inh.: A. Ludwig Theaterbetriebe

Selten genug, daß dem besonderen, dem künstlerischen Film ein eigenes Haus zur Verfügung gestellt wird. Noch seltener, daß man ihm einKino extra baut. So geschah es jetzt in Berlin-Steglitz, wo die Arthur Ludwig-Theaterbetriebe in der Bismarckstraß e, am Lauenburger I Platz, mit dem Allegro ein ausgesprochenes I Studio-Theater eröffneten. Ein niedriger, schlichter, langgestreckter Bau, den I ein Übergang mit dem bereits seit langem exi- I stierenden Apollo-Filmtheater des gleichen Unter- I nehmers verbindet — das ist das Allegro. Architekt Hans Bielenberg schuf damit für Steglitz ein wahres Schmuckstück. Durch das Foyer, das vom Kassenraum durch mehrere Stufen getrennt ist, erreichen die Besucher das Parkett, das 468 Plätze enthält. Pa-stellfarbene Wände lenken die Aufmerksamkeit nicht von der breiten Leinwand ab. Das Innere des Raumes ist von betonter Zweckmäßigkeit, auf übermäßige Pracht wurde verzichtet. Ein Studio-Theater ist kein Luxustheater. Die technische Einrichtung des Hauses lieferten Siemens & Halske, Abteilung Klangfilm, und die Märkische Maschinenfabrik. Bestuhlung: Heinrich Kamphöner. Akustik-Platten: Werner Genest. Bauleitung: Erhard Klöckling. Wahrer Kundendienst ist der private Parkplatz des Allegro, für den ein komplettes, eingezäuntes und mit Peitschenlampen ausgestattetes Baugrundstück verwendet wurde. Mindestens 60 Wagen der Filmkunst-Freunde können hier parken. Die Arthur Ludwig-Theaterbetriebe umfassen jetzt acht Häuser: fünf davon in Berlin (Allegro, Apollo, Adria, Heli, Albrechtshof) und drei in Hameln (Deli, Cäpitol, Schauburg). Schon das All/egro-Eröffnungspro-gramm bot Besonderes: die Berliner Uraufführung des spanischen Films „Calabuig" (Verleih: RKO). Der neue Film 59/1958 B.