Straubing Jägerhalle

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Geschichte

In den folgenden Jahren hielt Neumayer seine „anziehenden, belehrenden und unterhaltenden" Filmvorführungen auch in den anderen Neumayerschen Gaststätten ab - der „Jägerhalle" an der Regensburger Straße, dem „Kronensaal" am Ludwigsplatz, dem „Gambrinus" in der Steinergasse (das er 1910 zu einem modernen „Lichtbildtheater" umbaute). [http://straubing.de/de/kultur-sport-und-freizeit/kultur/stadtarchiv/jub2013_neumayer.php


Straubing. Das Konzerthaus „Jägerhalle" wird mit einer hervorragenden Neuerung auf dem Gebiete der Kinematographen-Technik versehen. Die Projektion der Bilder geschieht direkt auf eine matte Spiegelglasfläche nach dem Prinzipe der „Camera obscura". Die Lichtquelle mit den intensiven Strahlen ist durch die auf der Bühne befindliche „Camera" vollständig eingeschlossen, wodurch edes bisher störende Seitenlicht und die dadurch hervorgerufenen Reflexe vermieden werden. Der bei der alten Vorführungsweise den Raum durchflutende Lichtkegel beeinträchtigt die Schärfe des Bildes und wirkt sehr störend für die Zuschauer. Die Bilder erscheinen unvergleichlich schöner als beim alten Verfahren; die kolorierten Bilder wirken besonders grossartig in brillanten leuchtenden Farben. Die Vorstellung kann bei dem neuen Verfahren auch bei gedämpftem Tageslicht oder bei Beleuchtung vor sich gehen, sofern sich die Lichtquelle nicht im Bildkreis des Zuschauers befindet. Der Kinematograph 106/1909