Stuttgart Atrium

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Geschichte

  • Im Zentrum Stuttgarts eröffnete die Planie-Lichtspiele GmbH, das „Atrium" — das 33. Lichtspielhaus der Stadt (Inh.: Willy Colm , Geschäftsführer: Herr Hain). Ein 700 Plätze zählendes Rangtheater, über dem sich später ein fünfstöckiges Geschäftshaus erheben soll. Architekt Hans Kiese r, der den Bau in fünfeinhalb Monaten errichtete, gestaltete den Zuschauerraum nach modernsten Erfahrungen. Die Sitzplätze haben eine 10%ige Erhöhung. Die Wände — noch sehr selten in Deutschland: mit Faserit-Verputz — und die Decke — eine Hängedecke mit indirekter Beleuchtung und 30 000 Akustiklöchern — schaffen im Zusammenklang mit einer dezenten Farbgebung eine sehr intime Raumwirkung. Löfflers Bestuhlung: Kunstlederbespannung in Oliv, mit Rostrot abgesetzt. Der Bildwerferraum ist auch für plastischen Film und Fernsehen gerüstet. Zeiss Ikon lieferte über die Firma Lederer Projektoren (Ernemann X) und Tonanlage. Die Mikrophonanlage stammt von Siemens, Tonband-Aufnahme- und Wiedergabegerät von AEG. Zur Eröffnung (Centfox „Himmlischer Sünder") sprach der erste Vorsitzende des WdF Baden-Württemberg, Friedrich Sieger. Staatsschauspieler Theodor Loos rezitierte. Der neue Film 90/1952
  • Das zu den F. Colm-Filmthealerbetrieben gehörige „Atrium" in Stuttgart war zur Sommerzeit einige Wochen geschlossen, um einmal eine, von dem Hausarchitekten Hans Kieser (Stuttgart) entworfene, modernisierende Verwandlung durchzumachen, zum andern aber audi für neue, in Stuttgart und im ganzen Schwabenland bisher noch unbekannte Projektionsverfahren wie „Cinemiracle" und „Todd AO" hergerichtet zu werden. — Man hat nicht nur die Kassenhalle und das obere Theaterfoyer durch Spiegelwände optisch vergrößert, sondern auch dem Zuschauerraum durch auffüllende Farbkontraste (Gelb, Blau und Violett) ein bezwingend aufgelockertes Aussehen gegeben. Wegen der zur Aufstellung des umfangreichen technischen Apparats notwendigen Vergrößerung des Vorführraums mußte — unter Verlust einiger Sitzplätze — ein Stück des Balkons weggenommen werden. Das wiederum machte vier neue, bis in den Keller reichende Stützen erforderlich. Die ganze Bühnenseite — vom Boden bis zur Decke und von Seitenwand zu Seitenwand — ist jetzt von dem 15x7 m großen, nahtlosen und gekrümmten Bildschirm ausgefüllt, auf den 3 Projektoren gleichzeitig die Bilder des Cinemiracle-Films: „Windjammer" werfen . . .und zwar so, daß der Lichtstrahl des rechten Projektors durch einen Spiegel auf die linke Bildwandseite, — der des linken Projektors auf die rechte Seite trifft und dann eine, der natürlichen Blickweite des menschlichen Auges angeglichene, leuchtend helle Panorama-Schau abrollt. — Stuttgart ist die 4. deutsche Stadt, in der dieses neue und eindrucksvolle Bildverfahren gezeigt wird. Während die „Modern Cinema Systems" (M.C.S.-KG, München) seither für die Vorführung ihrer Drei Streifen-Produktion mit 3 synchron gekuppelten Projektoren arbeitete, wurde hier erstmals eine Anlage mit 3 Philips-Projektoren FP 20S und den neuen, ökonomischen Impulslampen SPP 800 aufgestellt. Die FP 20 S-Projektoren wurden durch die Kinoton GmbH. München für die speziellen Bedingungen der Cinemiracle-Technik hergerichtet. Die Anlage die im „Atrium"-Stuttgart sozusagen ihre Weltpremiere erlebte, zeigt sich verblüffend raumsparend, schnell aufbaumöglich (innerhalb von 48 Stunden) und ist im Anschluß verhältnismäßig unkompliziert, so daß sie künftig auch in weniger großzügig ausgebauten Kabinen aufgestellt werden kann. Weiter ist es jetzt möglich, durch eine trefflich ausgeklügelte Fernsteuerungsanlage die Vorstellung von einem Kontrollpult aus zu leiten und somit auch das seither vielköpfige Bedienungspersonal der umfangreichen Bild-und (7 Kanal)-Magnettonanlage wesentlich einzuschränken. Das Filmtheater 4-5/1959
  • Das Stuttgarter „Atrium" von Willy Co Im wurde für die Vorführung von CinemaScope technisch ganz neu eingerichtet. Die Planung und Installation der gesamten Anlage wurde von. der Zeiss Ikon-Vertretung Rudolf Lederer, Stuttgart, besorgt, die Einrichtung besteht aus: Zwei Ernemann X Projektoren mit Hochleistungslampen Magnosol IV, zwei Magnettongeräten Multi-Ernophon für vier Tonspuren, ein Magnettonverstärker mit 2x4 zweistufigen Vorverstärker-Einsätzen, drei Tonfilmverstärker Dominar L als Ergänzung zu einem Tonfilmverstärker Dominar M, drei Hochleistungslautsprecher-Kombinationen Ikovox D und sechs Raumton-Effektlautsprechern. Das Filmtheater 3/1954
  • Die „Olympic-Kinobetriebsgesellschaft München" teilt mit, daß das Cinerama-Theater „Atrium" in Stuttgart ihrer alleinigen Führung untersteht. aus: Das Filmtheater 1968
  • Dieses Anfang 1996 geschlossene Kino hatte eine kleine Bar mit 10 Sitzplätzen, die bis 30 min nach Filmende geöffnet war. Quelle: http://www.kinoteam.de/kinos/exkinos/atrium/

Kinodaten

Das Kino war 1962 mit einer Philips 70 mm-Anlage ausgestattet.

Ab ca. 1973 wurde das bisherige Balkonkino von Architekt Kieser für die Colm-Filmtheaterbetriebe (übernahmen nach dem Ende der Olympic das Kino wieder in eigene Regie) in Parkettsaal ("Atrium Großes Haus") und Balkonsaal ("Atrium Kleines Haus) umgestaltet. Platzanzahl: ca. 350 Gr. Haus, ca. 200 Kl. Haus Technik: Gr. Haus 70 mm (2x Philips DP 70 mit 3500 Xenon, Philips-Teller auch für 70mm)Leinwand ca. 110 m² bei kurzer Projektionsentfernung - als Vorführer saß man aufgrund der großen Kabinenfenster bei 70 mm "mitten im Film") Kl. Haus 35 mm (1x Philip EP 56 - bisherige Vorprogrammmaschine aus dem Balkonkino, Leinwand ca. 30 m²)

Ca. 1980 Erweiterung um 3. Saal mit ca. 100 Plätzen im Keller Ca. 1985 Umbau des ehemaligen Balkonfoyers zum 4. Saal mit ca. 60 Plätzen (dann auch Umbennung in Atrium 1-4)

Technik Atrium 3 (Keller): Kinoton FP 30 mit Teller Atrium 4 (altes Foyer) Spiegelprojektion über Vorführraum Kl. Haus (jetzt Atrium 2) durch den Boden (!!), Monoton mit Lautsprecher vor Leinwand, CS-Bild stark beschnitten, 5er-Teller für Atrium 2+4 zusammen.

Bilder

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Foto: allekinos.com

Links

www.allekinos.com

Kinodaten

  • 1953 Atrium Lange Str. 4 A, Tel. 9 52 47, I. Planie-Lichtspiele GmbH., Charlottenplatz 17, Gf. Willy Colm PI. 689, 7 Tg., 42 V., tön. Dia, App. Ernemann X, Vst. Zeiss-Ikon, Str. W.-D. 220/ 380 Volt, 80 Amp.
  • 1955 Atrium Lange Straße 4A, Tel. 9 52 47, I. PlanieLichtspiele GmbH., Charlottenplatz 17, Willy Colm Gesellschafter u. alleiniger Gf. Pl. 800, 7 Tg., 42 V., tön. Dia, App.' Ernemann X, Vst. Zeiss-Ikon, Str. W.-D. 220/ 380 Volt, 80 Amp., CinemaScope, Zeiss Ikon
  • 1956 Atrium Lange Str. 4 A, Tel: 95247, Postanschr: Planie-Lichtspiele GmbH., Stgt., Charlottenplatz 17, I: Willy Colm, Priv. -Anschr: Neue Weinsteige 33 Pl.: 800, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 28-35 V., 1 Matinee-Vorst., tön. Dia, App: Zeiss Ikon, Ernemann X, Verst: Zeiss Ikon, Str: W. 220/380 Volt, 55/80 Amp., Bild- u. Tonsyst: CinemaScope, Stereophonie, 4-Kanal, Magnetton, Breitwandart: MiracleScreen, Bildw. -Abm: 10x4, Bühne: 11x4, Th., O.
  • 1957 Atrium Lange Str. 4 A, Ecke Königstr., Tel: 95247, Postanschr: Planie-Lichtspiele GmbH., Stgt., Charlottenplatz 17, Vers.-Bf: -Hbf., I: Planie-Lichtspiele GmbH., Willy Colm, Gf: Reinhold Flemming Pl: 737, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 28-35 V., 1 Mat.-Vorst., 1 Spätvorst., tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Zeiss Ikon, Lautspr: Ikovox-Komb., Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35X1:2,55, O.
  • 1958 Atrium Lange Str. 4 A, Ecke Königstr, Tel: 95247, Postanschr: Planie-Lichtspiele GmbH, Stgt, Charlottenplatz 17, Vers.-Bf: -Hbf, I: Planie-Lichtspiele GmbH, Gf: Frau F. Colm (Inhaberin) Pl: 737, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 28-35 V, 1 Mat.-/Spätvorst, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Zeiss Ikon Dominar L, Lautspr: Zeiss Ikon, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM u. Perspecta, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, O.
  • 1959 Atrium Lange Str. 4 A, Ecke Königstr, Tel: 95247, Postanschr: Planie-Lichtspiele GmbH, Stgt, Charlottenplatz 17, Vers.-Bf: -Hbf, I: Planie-Lichtspiele GmbH, Gf: Frau F. Colm (Inhaberin) Pl; 737, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 28-35 V, 1 MaWSpätvorst, tön. Dia, App: Ernemann X, Verst: Zeiss Ikon Dominar L, Lautspr: Zeiss Ikon, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM u. Perspecta, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, O.
  • 1960 Atrium Lange Str. 4 A, Ecke Königstr., Tel: 295247, Postanschr: Planie-Lichtspiele GmbH., Stgt., Charlottenplatz 17, Vers.-Bf: -Hbf., I: Planie-Lichtspiele GmbH., Gf: Frau F. Colm (Inhaberin) PI: 711, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 28-35 V., 1 Mat.-/Spätvorst., tön. Dia, App: Philips für alle Bildvorführungen einschl. Todd-AO, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Philips, Lautspr: Philips, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KL u. 6 KL, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, O., Höranlage
  • 1961 Atrium Lange Str. 4 A, Ecke Königstr, Tel: 295247, Postanschr: Planie-Lichtspiele GmbH, Stgt, Charlottenplatz 17, Vers.-Bf: -Hbf, I: Pla-Nie-Lichtspiele GmbH, Gf: Frau F. Colm (Inhaberin) PI: 711, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 28-35 V, 1 Mat-/Spätvorst, tön. Dia-N, Br, App: Philips DP 70 für alle Bildvorführungen einschl. Todd-AO u. Cinemiracle, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM u, 6 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, O, Höranlage
  • 1962 Atrium Lange Str. 4 A, Ecke Königstr., Tel: 295247, Postanschr: Planie-Lichtspiele GmbH., Stgt., Charlottenplatz 17, Vers.-Bf: -Hbf., I: Planie-Lichtspiele GmbH., Gf: Frau F. Colm (Inhaberin) PI: 711, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 28-35 V., 1 Mat.-/Spätvorst., tön. Dia-N, Br, App: Philips DP 70 mm für alle Bildvorführungen einschl. Todd-AO u. Cinemiracle, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Philips, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM u. KM, Gr.-Verh: 1:2,55, O., Höranlage
  • 1971