Stuttgart Schauburg

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Geschichte

Ostern 1946 eröffnete Ing. Walter Behringer — zunächst als Pächter, dann als Eigentümer — im Stuttgarter Schlachthof seine Schauburg. Damals besaß die ganze Stadt nur noch zwei unzerstörte Theater. Der Kinohunger war groß und — trotz einer Leinwand von nur 3 X 4 m und zunächst zwei Kofferapparaturen — der Andrang auf die 6000 Gartenstuhlplätze enorm. 300 000 Besucher zählte man bis zur Währungsreform. Diese brachte zwar eine feste Bestuhlung und stationäre Projektoren, aber auch einen schlagartigen Besucherrückgang. 1950 drängte die Stadt auf Räumung des gemieteten Saales. Es entstand eine „neue" Schauburg im gleichen Stadtgebiet, aber günstiger gelegen;. 1951 wurde das 400-Platz-Theater eröffnet. Mit der Zeit zeigte sich, daß der Standort das Theater für


  • 1951: Schauburg-Lichtspiele in Stuttgart neueröffnet
    Die Schauburg-Lichtspiele — Ende 1945 mit 566 Sitzplätzen am Stuttgarter Schlachhof eingerichet und im Mai 1946 von Herrn W. Behringer übernommen und bis Februar 1951 dort betrieben — mußten infolge Benötigung des alten Hauses für Schlachthofbetriebszwecke verlegt werden. Herr W. Behringer erwarb in der Hackstraße 1 b (am Stöckachplatz) ein Ruinengrundstück und erbaute zunächst die Stockwerke für die neuen Schauburg-Lichtspiele, die kürzlich festlich eröffnet wurden. Das neue Filmtheater, eine reklamegünstige Außenfront und geräumige Kassen-Foyer-Halle aufweisend, hat 377 reguläre Sitzplätze und 23 Notsitze, die sich in zehn Logensessel und vier Platzkategorien mit rund je 100 Plätzen unterteilen. Die Bühne hat 7 m Breite, 5 m Höhe und 1,50 m Tiefe und ist auch für Vorträge benutzbar. Die Bildwand ist 4,50 m breit und 3,20 m hoch; der Abstand vom Projektor zur Bildwand beträgt 20 m. Die Projektionskabine besitzt zwei Bauer-Maschinen Typ B 6, einen Dia-Projektor Kinelux und Verstärkeranlage von Telefunken; auch die Bühnenlautsprecher sind Telefunkenfabrikat. Das in freundlichen Farben gehaltene Haus mit guter Bild- und Ton-Wiedergabe kann sich besten Publikumszuspruches erfreuen. (aus: Die Filmwoche 21/1951)
  • Auch Stuttgarts Schauburg (Besitzer Walter Behringer) hat sich auf Cinemascope umgestellt. Das Theater wurde mit Bauer B 12-Maschinen und einer Telefunken Vierkanal-Magnetton-Anlage versehen. Bildwandbreite 9 m 29 CinemaScope-Filme sind für das Verleihjahr unter Vertrag genommen. Als erster Film wurde „Das Gewand" (Centfox) in Zweitaufführung gezeigt. Der neue Film 94/1954
  • Die am Eingang der Hackstraße in Stuttgart-Ost gelegene „Schauburg" (Inh.: Walter Behringer) wird am 1. Juli 1966 geschlossen. aus: Das Filmtheater 1966
  • Aus dem „Schauburg"-Filmtheater in Stuttgart O beim Stöckach ist nach zweimonatigem, kostspieligen Umbau ein als ländliche Heimidylle ausgestattetes Tanz-Restaurant geworden, das sonst anderswo: „Pferdestall, „Crazy Alm" oder „Tenne" heißt, — hier aber den adäquaten und gediegenen Namen „Gutshof" führt. In dem ehemaligen Kinobau befindet sich jetzt ein 230 qm großer Saal für 125 Gäste und im Geschoß darunter eine Tiefgarage mit einem Dutzend Einsteilplätzen. aus: Das Filmtheater 1966

Kinodaten

  • 1949 Schauburg-Lichtspiele Am Schlachthof, Tel. 40 826. Inh.: Walter Behringer, Stuttgart, Am Schlachthof. 7 Tage Pl. 559
  • 1950
  • 1953 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. lb, Tel. 4 08 26, I. u. Gf. Walter Behringer PI. 400, 7 Tg., 28 V., Dia, App. Bauer B 6, Vst. Telefunken, Str. W.-D. 220/380 Volt, 60 Amp., Bühne 7x5x2
  • 1955 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. lb, Tel. 4 08 26, I. u. Gf. Walter Behringer, Ing. Pl. 400, 7 Tg., 35 V., Dia, App. Bauer B 6, Vst. Telefunken, Str. W.-D. 220/380 Volt, 60 Amp., Bühne 7x5x2
  • 1956 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. 1, Tel: 40826, Postanschr: desgl., I: Walter Behringer, Priv. –Anschr Hackstr. 14 Pl.: 333, Best: Löffler, tief gepolstert, 7 Tg., 35 V. (Jugendprogramm 7 V., Hauptprogramm 21 V., Spätprogramm 7 V. j, tön. Dia, App: Bauer B 12 m. HJ 75 A, Verst: Telefunken, Str: D. -W. 220/380 Volt, 60Amp., Bild-u. Tonsyst: Normal, Breitwand, CinemaScope, Lichtton, Magnetton, 4-Kanal, Bildw. -Abm: 5, 1x7x9, 6, Bühne: 1x7x2
  • 1956N
  • 1957 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. 1, Tel: 40826, Vers.-Bf:, bahnlagernd, I: Walter Behringer Pl: 400, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 35 V., 7 Jugend- u. 7 Spätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: CS 1KL, 1 KM u. 4 KM, Gr.-Verh: 1 :2,35, 1:2,55
  • 1958 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. lb, Tel: 40826, Vers.-Bf: -Hbf., I: Walter Behringer Pl: 400, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., 35 V., 7 Jugend-, 7 Spätvorst., tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM u. Perspecta, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1959 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. lb, Tel: 40826, Vers.-Bf: -Hbf, I: Walter Behringer Pl: 400, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 35 V, 7 Jugend-, 7 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Telefunken, spr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1960 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. 1b, Tel: 40826, Vers.-Bf: -Hbf., I: Walter Behringer PI: 400, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., V., 7 Jugend-, 7 Spätvorst, tön. Dia, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Xenon 2X 2000 W, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, Höranlage
  • 1961 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. lb, Tel: 40826, Vers.-Bf: -Hbf, I: Walter Behringer PI: 400, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg, 35 V, 7 Jugend-, 7 Spätvorst, tön. Dia-N, Br, App; Bauer B 12, Lichtquelle: Xenon, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Höranlage
  • 1962 Schauburg-Lichtspiele -Ost, Hackstr. 1b, Tel: 40826, Vers.-Bf: -Hbf., I: Walter Behringer PI: 360, Best: Löffler, Hochpolster, 7 Tg., V., 7 Jugend-, 7 Spätvorst., tön. Dia-N, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Xenon, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Höranlage
  • 1971

Weblinks

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