Templin Kino im Multikulturellen Centrum

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Geschichte

Am 18.12.1913 wurde das erste Kino in Templin im "Hotel Seebad" eröffnet, es fanden die Eröffnungsvorstellungen der Union-Lichtspiele statt. In den zwanziger Jahren war hier sogar „Das Kabinet des Dr. Caligari“ zu sehen. Gespielt wurde damals mit einer mobilen Anlage, zuerst Stummfilme und später dann auch Tonfilmproduktionen. Die „Schauburg“, ebenfalls ein Templiner Kino, wurde erst 1929 eröffnet. Dies bedeutet, dass das „Seebad“ das erste Templiner Kino war und es in den 30er Jahren eine gewisse Zeit bis zur Schließung der „Schauburg“ wegen eines Brandes sogar zwei Spielstätten in Templin gegeben haben muss. 1940 erwarb der Besitzer der Schauburg Th. Rettig die Immobile, mit der auch er großes vorhatte. Im Krieg wurde das „Seebad“ zum Lager für französische Kriegsgefangene umfunktioniert. Beim Luftangriff auf Templin am 6. März 1944 wurde das linke Drittel des Hauses, welches das Restaurant beherbergte, zerstört. Nach dem Krieg verwirklichte Rettig seine Pläne, reparierte das Haus und baute es zum Kino mit dem wohlklingenden Namen „Seebad Lichtspiele“ um. Ende der 50er Jahre wurde das Haus Teil der VE Lichtspielbetriebe Neubrandenburg. Bereits Ende der 50er Jahre wurden Teile des Saals umgebaut und 1963 ein kompletter Innenausbau realisiert. Das „Filmtheater Templin“ war bis zum Ende der DDR zugleich die Kreisfilmstelle, von der aus das Landfilmprogramm sowie die Bespielung der Freiluft- und Zeltkinos im Altkreis Templin organisiert wurde. Von 1964 bis in die 80er Jahre betrieb die HO im Kino eine Gaststätte mit dem Namen „Theater-Klause“. aus Chronik: Vom Restaurant „Zum Seebad“ zum Multikulturellen Centrum Templin e. V., Heimatkalender Templin 2004

  • Um 1910 wurde in der Prenzlauer Allee Nr. 6 am Ufer des Templiner Stadtsees das Hotel-Restaurant „Seebad“ mit Kursaal eröffnet. Kunst und Kultur haben eine gewachsene Tradition an diesem Ort. Seit der Eröffnung wurden hier bis in die Zeit des 2. Weltkrieges Tanz- und Unterhaltsveranstaltungen aber auch Theater- und Literaturabende von den wechselnden privaten Betreibern des Hotel-Restaurants veranstaltet. Auch ein mobiles Kino gab es bereits seit 1914.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der verbliebende Teil des Haus zunächst zu einem privaten Kino umgebaut und seit Anfang der 60er Jahre als Staatliches Filmtheater mit Gastspielbetrieb weitergeführt.
  • Nach der Wende fiel das Haus an die Treuhand und sollte verkauft werden. Durch eine Bürgerinitiative wurde jedoch erwirkt, es für öffentliche Belange zu bewahren. Die nachfolgende Sanierung wurde vom Land Brandenburg gefördert und erst jetzt die im Krieg verloren gegangene Bausubstanz ergänzt. Der neue Glasanbau symbolisiert gleichsam die Öffnung und Demokratisierung des Kulturbetriebes an diesem Ort.
  • Seit der Neueröffnung 1993 hat das Kulturzentrum, das von der Stadt Templin bezuschusst wird, eine eigenständige künstlerische Leitung und erwarb sich in den Folgejahren durch sein innovatives und für eine Kleinstadt wie Templin bemerkenswertes Programm einen guten Ruf weit über die Grenzen der Uckermark hinaus. aus: Multikulturelles Centrum Templin e.V.
  • Im ehemaligen Kino der Stadt Templin entstand nach umfangreichen Umbauarbeiten 1993 das Multikulturelle Centrum (MKC). [1]
Multikulturelles Centrum Templin e.V.
Prenzlauer Allee 6
17268 Templin
Telefon: 03987/53130 
Leitung: Kathrin Frese
Disponent: Jens Goldschmidt 
1 Kinosaal: Dolby-SR, Leinwand 44 m², 250 Plätze

Bilder

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Multukulturelles Centrum 2007, © ralso panoramio.com

Kinodaten

  • 1917 Kino-Theater.
  • 1918 U. T.-Lichtspiele, Arnimstr. 7, 200 Plätze, Inh: Otto Reiche
  • 1920 U.-T.-Lichtspiele, Arnimstr. 7, Fernspr. 28, Gegr. 1915 (Sp. 1 mal wöchentlich) 450 Plätze, Inh: Otto Reiche, Arnimstr. 7
  • 1921 U.-T.-Lichtspiele, Arnimstr. 7, F: 28, Gr: 1915 (nur Sonntag) 400 Plätze, Inh: Otto Reiche, Arnimstr. 7, F: 28
  • 1924 U.T. Lichtspiele, Kurhotel Seebad, Inh: Otto Lüddiemann, Arnimstr.
  • 1925 U.-T.-Lichtspiele „Seebad", Arminstr. 7, F: 28, Gründung 1912, 2 Tage, Inhaber: Otto Lüddermann, Arnim-Straße 7, F: 28
  • 1928 U.-T.-Lichtspiele „Seebad" (Saalkino), Arnimstr. 7, F: 28, Gr: 1912, 2 Tage, 500 Plätze, Inh: Otto Lüddemann, Arnimstraße 7, F: 28
  • 1930 U.-T.-Lichtspiele „Seebad" (Saalkino), Arnimstraße 7, F: 28, Gr: 1915, 2-4 Tage, Bühne: 4,75x14,08m, 323 Plätze, Inh: Otto Lüddemann
  • 1931 U.-T.-Lichtspiele Seebad (Saalkino), Arminstraße 7, F: 28, Gr: 1915, 1-2 Tage, Bühne: 4,75x14,08 m, Kap: 1-2 M, 450 Plätze, Inh: Otto Lüddemann
  • 1932 U.-T.-Lichtspiele Seebad (Saalkino), Arminstr 7. Gründung 1915, 1-2 Tage, Bühne: 4.75x14,08m, Kap: 1-2 M, 490 Plätze, Inhaber: Otto Lüddemann
  • 1933 U.-T.-Lichtspiele Seebad (Saalkino), Arminstraße 7, Gründung 1915, 1-2 Tage. Bühne: 4,75x14,08m, Kap: 1-2 M, 450 Plätze, Inhaber: Otto Lüddemann
  • 1934 U.-T.-Lichtspiele Seebad (Saalkino), Arminstraße 7, Gründung 1915, 1-2 Tage, Bühne: 4,75X14,08m, Kap: 1-2 M, 450 Plätze, Inhaber: Otto Lüddemann
  • 1935/1937/1940/1941 kein Eintrag
  • 1949 Lichtspiele, Friedrich-Ebert-Straße 7, 500 Plätze
  • 1950 Seebad-Lichtspiele, Friedrich-Ebert-Str. 7, 537 Plätze
  • 1977 Templin, Kreisfilmstelle u. Seebad-Lichtspiele, Wilh.-Pieck-Str. 6, Tel. 2281
  • 1991 Filmtheater, 401 Plätze, Templin, Wilhelm-Pieck-Str. 6, Inh. BFD Neubrandenburg
  • 1992 Filmtheater, 401 Plätze, Templin, Wilhelm-Pieck-Str. 6, Inh. Fuchs GmbH&Co. Filmtheater KG Potsdam, Leipziger Straße 60, 1561 Potsdam
  • 1993 Filmtheater Templin, 401 Plätze, 17268 Templin, Prenzlauer Allee 6, Inh: Stadtverwaltung Templin, 17268 Templin
  • 1995 Multikulturelles Zentrum, Inh: MULTI-KULTURELLES-Zentrum, 300 Plätze
  • 1995 Filmtheater Templin, 401 Pl. 17268 Templin, Prenzlauer Allee 6 Tel.: 03987/52130 Inh.: Stadtverwaltung Templin, 17268 Templin, Am Markt 19
  • 1997 Filmtheater Templin, 250 Plätze, 17268 Templin, Prenzlauer Allee 6, Tel: 03987/53130, Inh: Zweckverband Multikulturelles Centrum 17268 Templin, Prenzlauer Allee 6

Weblinks