Walter Kirchner

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Walter Kirchner (* 23. Januar 1923 in Göttingen; † 14. Dezember 2009 in Göttingen) war ein deutscher Kinounternehmer.

Geschichte

Seit 1947 leitete der Jura-Student Kirchner den studentischen Filmclub an der Universität Göttingen.

Am 30. Januar 1953 gründete er mit Ernst Liesenhoff und Walter Schwier in Göttingen das Unternehmen "Neue Filmkunst Walter Kirchner", mit dem er einen Filmverleih betrieb. Im Zentrum stand die Vermarktung des Kunstfilms, mit der er auch deutsche Erstaufführungen internationaler Filme dieses Genres ermöglichte. Berühmt wurde der Verleih durch die Filmplakate (u.a. von Isolde Baumgart und Hans Hillmann), die an das Design der Plakatkunst der 1920er Jahre anschlossen. Außerdem begann er früh, umfangreiche, oft analytisch interessierte Programmhefte zu den Filmen zu vertreiben.

In den 60er Jahren begann er mit dem Aufbau einer Kette von Filmkunstkinos, die er größtenteils Lupe nannte. 1963 eröffnete er mit dem Cinema in Göttingen sein erstes eigenes Kino, bis 1974 folgten 17 weitere. 1975 musste er mit seiner Filmverleih-Firma Konkurs anmelden. 1976 gründete Kirchner die "Filmverleih Die Lupe GmbH" als Nachfolgeunternehmen, um die zahlreichen Filmrechte, die ihm verblieben waren, weiter auszuwerten. Außerdem betrieb das Unternehmen bis zum Jahr 2005 noch drei Einzelkinos in Göttingen, Köln, und München.

Filmkunsttheater

Quellen