Wiesbaden Esplanade-Theater

Aus Kinowiki
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Geschichte

  • Im Gebäude der ehemaligen Loge im Stadtzentrum an der Friedrichstraße hatte vor einigen Wochen das Central-Theater mit Theater- und Varietedarbietungen eröffnet. Ein Erfolg blieb dem Unternehmen versagt. In den gleichen Räumen hat ein neuer Pächter, Herr Willy Engel, nunmehr Wiesbadens jüngstes Lichtspieltheater, das „Roxy", eingerichtet, das mit 210 Plätzen zu den kleinsten Häusern der Kurstadt zählt. Im Herbst soll allerdings die Bühne in den Zuschauerraum einbezogen werden, was einen Zuwachs von 60—70 Plätzen verspricht. Der Besucher ist von guten Akustik des Theaters überrascht. Der Ton kommt weich und rund an. Im Bildwerferraum hat Ufa-Handel Frankfurt Ernemann-II-Projektoren und eine Uniphon-Verstärkeranlage aufgestellt. Verbesserungen in der Eingangspassage und um den Kinovorplatz sind geplant. Herr Engel, aus dem Verleihgeschäft kommend, ist mit den ersten vier Wochen Publikumserfahrung zufrieden. Er will in seinem kleinen Haus Filme von Niveau (Zweitaufführungen) bringen und spielt mit dem Gedanken, es zu einer Heimstätte des künstlerischen Films zu machen. Der neue Film 42/1952
  • In Anwesenheit des Präsidenten des Verbandes der deutschen Filmclubs, Dr. Johannes Eckardt, Direktor Kochs und zahlreicher Vertreter des Wiesbadener Filmlebens wurde die neu ins Leben gerufene „Filmkunstbühne" in den Roxy-Lichtspielen, Wiesbaden, mit der Aufführung des Rene-Clair-Films „Schweigen ist Gold" gestartet. Preisend mit viel schönen Reden: Dr. Schoppa von der Volkshochschule betonte die Bedeutung des Films als künstlerische Ausdrucksform und stellte die Gründung einer filmischen Arbeitsgemeinschaft an der Schule in Aussicht. Er feierte die Initiative Max Lippmanns, der sich mit Theaterleiter Willy Engel Meriten um die neue Institution erworben hat. Dr. Eckardt warf einige gehaltvolle Bonmots in das aufnahmefreudige Premierenpublikum, das das Haus bis auf den letzten Platz füllte, und sagte dem jungen Unternehmen die Unterstützung der Filmclubs zu. Max Lippmann gab eine Einführung in den René-Clair-Film und legte das Ziel der „Filmkunstbühne" so aus: „. . . weder Theater noch Lektüre Konkurrenz machen, sondern beides ergänzen." Der neue Film 19/1953
  • Ende Februar hat Herr Willy Engel seine Tätigkeit im Roxy-Theater ein gestellt, dessen anspruchsvolle Nachtprogramme (Filmkunstbühne) unter Mithilfe von Max Lippmann dem guten Film viele Freunde gewonnen haben. Herr Engel wendet sich wieder dem Verleih zu und wird im Frankfurter Bezirk für Viktoria tätig sein. Das Roxy-Theater wurde am 4. März von Herrn Wilhelm Kuroczik wiedereröffnet, der das Unternehmen unter dem gleichen Namen und derselben Zielsetzung führen wird. Die. „Filmgemeinde Wiesbaden" ist allmonatlich drei Tage im Roxy zu Gast. Der neue Film 20/1954
  • Theaterbesitzer Kuno Kerber (Residenz und City) übernahm als drittes Haus in Wiesbaden das ehemalige Roxy, das in diesen Tagen unter dem Namen Esplanade-Theater wieder eröffnet wurde. Dipl.-Ing. Walter Risch schuf einen architektonisch großzügig gestalteten Zugang zu dem 245 Besucher fassenden Haus. Das Theater selbst soll später renoviert werden, erhielt aber bereits jetzt eine von Kurt Kabath installierte, neue Technik: Maschinen Ernemann VII B, Dominar-Verstärker für CinemaScope-Lichtton und Jovy-Gleichrichter. — Theaterleiter Otto Köstle betreut auch das Esplanade. Der neue Film 60/1956

Kinodaten

  • 1952 Central-Theater (im Bau) Friedrichstr. 35, Büro: Wiesbaden-Biebrich, Weihergasse 15, Tel. 66 916, Direktion: E. G. Dengel.
  • 1953 Roxy-Lichtspiele Friedrichstr. 35, Tel. 2 73 64, I. Willy Engel, Frankfurt/M., Hügelstr. 127, Tel. 2 33 97, Gf. Frau Marianne Engel Pl. 280, 7 Tg., 35 V., tön. Dia, App. Ernemann II, Str. 110 Volt, 40—60 Amp., Bühne 5x8
  • 1955 Roxy-Lichtspiele Friedrichstr. 35, Tel. 2 73 64, I. Wilhelm Kuroczik, Gf. K. H. Brüderle, KaiserFriedrich-Ring 26, Tel. 2 53 46 PL 280, 7 Tg., 35—40 V., tön. Dia, App. Bauer B 6, Str. 220 Volt, 60 Amp., Bühne 5x8
  • 1956N Roxy-Lichtspiele heißen jetzt: Esplanade Friedrichstr. 35 - Änd: Tel. 21248 - Änd: Postanschr. Residenz-Palast, Luisenstr. 42- Änd: I. Kuno Kerber - Änd: Priv.-Anschr. Humboldtstr. 28 - Änd: PI. 260
  • 1957 Esplanade-Theater Friedrichstr. 35, Tel: 21248, Postanschr: Schillerplatz 2, Vers.-Bf: -Hbf, I: Kuno Kerber PI: 287, Best: Stüssel, teilw. Hochpolstersitze, 7 Tg, 25-28 V, 1 Mat.-, 1 Spätvorst, tön. Dia, App: Ernemann VII B, Verst: Dominar L, Lautspr: Ikovox, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1958 Esplanade-Theater Friedrichstr. 35, Tel: Sa.-Nr. 21248 Vers.- Bf: -Hbf, I: Kuno Kerber Pl: 250, Best: Stüssel, teilw. Hochpolstersitze, 7 Tg, 21 V, 1 Spätvorst, tön. Dia, App: Zeiss Ikon Ernemann VII B, Verst: Zeiss Ikon Dominar L, Lautspr: Ikovox, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.-Verh: 1 -.2,35