Wiesbaden Park-Theater Biebrich

Aus Kinowiki
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Heutiger Zustand

Der Kinosaal liegt im Hof und beherbergt ein Fitnessstudio. Im Saal wurde eine Zwischendecke eingezogen, sodass nur noch von Außen das alte Kino zu erahnen ist.

Geschichte

  • Bezirkserstaufführungstheater der gehobenen Klasse mit allen modernen technischen Einrichtungen der damaligen Zeit wie 4-Kanal-Magnetton usw. War zwischenzeitlich Filmlager der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Getränkelager und Supermarkt.[1]
  • Das Park Theater in Biebrich "Am Schloßpark" 61 wurde 1946 von dem Dotzheimer Kinobesitzer Karl Huthmann wieder in Betrieb genommen. Mehrere Plakate und Eröffnungshandzettel finden Sie auf unseren anderen Seiten. Es muß bereits einige Jahre vor Kriegsbeginn als "Park Lichtspiele" gebaut oder umgebaut worden sein. Mehr ist zur Zeit nicht zu finden. Auch wann es dann in Park Theater umbenannt wurde, ist unklar. Bei den Huthmann Unterlagen war nichts über den Einbau neuer Technik zu finden. Es müssen also die Vorkriegs-Projektoren samt der anderen alten Licht- und Tontechnik vorhanden gewesen sein. Herr Huthmann hatte dieses Kino nach wenigen Jahren wieder abgegeben (oder verkauft). Einer der letzten Betreiber war ein Herr Desem. Dipl. Ing. G. Redlich
  • Zweieinhalb Monate benötigte Architekt Hubert Wittmann jr. (Wiesbaden-Biebrich), um aus den seit 1920 bestehenden Park-Lichtspielen — in unmittelbarer Nähe des Biebricher Schlosses gelegen — das nach modernsten Gesichtspunkten gestaltete neue Park-Theater seinem Inhaber Willy Däsem „schlüsselfertig" zu übergeben. Wer das alte Haus kannte, ist überrascht von der eleganten Lösung aller baulichen wie technischen Probleme. Schon äußerlich präsentiert sich das Park-Theater in leuchtend-weißem Verputz, angestrahlt von der Neon-Beschriftung und den großflächigen Aushangkästen. Der Weg zum Kinosaal füihrt durch eine große Glas-Pendeltür über einen mit Blumenrabatten und Bildhauerarbeiten (von W. Däsems Vater) reich geschmückten Vorhof. WdF-Hessen-Geschäftsführer Gustav Zimmermann entbot bei der Wiedereröffnung die Grüße und Glückwünsche seines Verbandes iund würdigte die Arbeit Willy Däsems. Den Gästen wurde eine technische Demonstration geboten, die alle Vorzüge der neuen Bild- und Ton-Verfahren trefflich bewies. Erstklassige Bildwiedergabe auf der 11 mal 4,20 Meter großen Miracle Mirror Screen-Leinwand und blendende Akustik im rechteckigen Saal. Die technischen Daten: CinemaScope-Vierkanal-Magnetton-Anlage (auch Lichtton), zwei neue Askania AP XII, 80 Amp.-Gleichrichter, Regel-Trafo für Saalbeleuchtung und Vorhang, drei Lautsprecher-Gruppen auf der Bühne, acht Effekt-Lautsprecher in der Saaldecke; Installation durch Siemens Klangfilm, Die 405 Sitzplätze (V-Form) lieferte Kamphöner, Bielefeld; die Lampen (geschmackvolle Wandleuchten) stammen von Wekube, Essen. Die Innenausstattung (eleganter silbergrauer Vorhang, gefältelte Wandbespannung) besorgte das bewährte Bonner Ausstattungshaus Teppich-Schlüter. Der neue Film 69/1956

Bilder

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Foto: Manfred J. Simon

Kinodaten

Name
  • Park-Lichtspiele
  • Park-Theater ab 1957
Adresse

Wiesbadener Straße 39

Betreiber
  • 1920- Jos. Däsem
  • 1930- Wilhelm Däsem
  • 1932- Wwe J. Däsem
  • 1934- Willi Däsem
  • 1949 Karl Huthmann
  • 1950- Willy Däsem
  • 1956- Willy Däsem & Anga Gottron KG.
  • 1957- Willy Däsem & Co. KG.
Plätze
  • 1920- 450
  • 1928- 360
  • 1934- 400
  • 1949- 405
  • 1953- 400
Ausstattung
  • 1950- App.: Bauer M 5, Vst.: Klangfilm
  • 1956- Bild- u. Tonsyst: Alle Ton- u. Bildarten
  • 1957- Best: Kamphöner, teilw. gepolstert, App: Askania P XII, Verst: Klangfilm, Lautspr: Klangfilm Bionor, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 1 KM u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55