Wilmersdorf Capitol & Studio (Luxor-Palast, Universum)

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Foto: Wikipedia
Eintrittskarte ca. 1937

Geschichte

  • 1928 erbaut vom Architekten Erich Mendelsohn als Teil des Woga Komplexes (Wohn/Geschäftsbebauung und mit dem zweiten Theater: Kabarett der Komiker), am Kürfürstendamm etwas zurückgesetzt am Lehniner Platz. Der Zuschauerraum fasste im Parkett 1276 und im Rang 487, zusammen also 1763 Plätze. Das Universum wurde von der UfA als Uraufführungstheater betrieben.
  • 1931 wurde wegen mangelnder Zuschauer auf Reprisenkino umgestellt
  • 1937 kaufte der Kinounternehmer Willy Hein das Kino, der es weiter unter dem Namen Luxor Palast betreibt.
  • 1943 Umbenennung in Halensee Palast, erste Umbauten, auf der Bühne spielte nun das Varietétheater Scala, dessen eigenes Haus ausgebombt war.
  • 1.9.1944 auf Anweisung Goebbels wurden alle Kinos geschlossen
  • 1945 durch Bombenschaden und Brand schwer beschädigt
  • April 1946 Wiedereröffnung als Kino, Pächter Johannes Betzel
  • 1948 Umbau: im ehemaligen Kassenraum wurde das Studio und im verkleinerten Kinosaal das Capitol mit 900 Plätzen eröffnet.
  • 1951/52 wurde von dem Architekten Anton Zimmer die Fassade (mit Veränderungen) wieder instand gesetzt
  • 1959 wird das Capitol von einer amerikanischen Gesellschaft mit 50% UfA-Beteiligung übernommen und in ein Cinerama-Kino umgewandelt, dabei wird der Rang wieder eröffnet.
  • 1963/64 Wiederherstellung der Fensterfront im Obergeschoss, erste Planungen das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen
  • 1960 die UfA zieht sich zurück
  • 1964 übernimmt wieder Johannes Betzel das Kino und baut es in Cinemascope um
  • 1968 wurde im dem Capitol ein Beatlokal eröffnet
  • 1969 Umwandlung in ein Musicaltheater
  • 1973 das Studio stellt den Spielbetrieb ein
  • 1975 dem Capitol wird die Lizenz entzogen, Überlegungen das Gebäude abzureisen, die Schaubühne interessiert sich für das Objekt
  • 1976 der Senat kauft das Objekt für 6 Mio DM
  • 1978 Beginn des "Umbaus", die Schäden erweisen sich als so schwerwiegend, dass das Dach und die rechte Seite abgerissen werden. Von dem ursprünglichen Bau bleibt nur die vordere Fassade erhalten. Schwere Kritik der Denkmalpflege.
  • 1981 Die Schaubühne spielt im Mendelsohn-Bau am Lehniner Platz.

Quelle: Der Mendelsohn-Bau am Lehniner Platz, Berlin 1981

Weblinks