Winnenden Olympia

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großer Saal 1987
großer Saal 1987
kleiner Saal 1987

»OLYMPIA« in Winnenden runderneuert

Umbau ist eigentlich eine Untertreibung für das, was die Familie Eppler aus ihrem neueröffneten »Olympia« in Winnenden (bei Stuttgart) gemacht hat. »Vom alten Gebäude blieben eigentlich nur noch die Wände und Decken«, erklärte Bernhard Eppler zu der mit erheblichem finanziellen Aufwand durchgeführten Totalrenovierung, die auch von der FFA mit »dem höchstmöglichen Betrag« gefördert wurde.

Daß sich der Aufwand gelohnt hat, erkennt man sofort, wenn man, durch die beiden »olympischen« Säulen im Kassenraum hindurch, ins Innere des ganz in dunklen Blautönen gehaltenen großen Saals gelangt. Mit ca. 16x20 Meter, bei einer Höhe von ca. 8 Meter, ergibt sich, sowohl was das optische Vergnügen als auch die Akustik angeht, eine für ein Kino beinahe ideale Raumaufteilung. Und auch die Leinwand mit ihren 10x6 Meter kann sich »sehen« lassen, 210 weinrote Sessel (Kamphöner), jeweils 58 cm breit, und ein großzügig bemessener Reihenabstand von 1,05 Meter sorgen für bequeme Kinostunden. Den gediegenden Gesamteindruck runden die dezente Beleuchtung, Teppichböden und nicht zuletzt der schwere, rote Vorhang ab.

Mit 6,5x3 Meter verfügt auch die Leinwand des kleinen Hauses im ersten Stock über respektable Ausmaße. Der »höhere« Standort wird auch optisch herausgestrichen: Die Wände sind mit Wölkchen und strahlend blauem Himmel bemalt, dazu passend die 80 dunkelbauen Sessel, ein Vorhang, der hell und bunt glitzert und ein an der rechten Seitenwand aufsteigender Fesselballon. Der Gesamteindruck ist tatsächlich so, wie sich die Firma Kinoplan Gerhard Schäfer (Heilbronn/Talberg) und Familie Eppler das vorgestellt haben: leicht und luftig.

Die moderne Kinotechnik, darunter »die zur Zeit aufwendigste Dolby-Lichttonanlage« (die niederen Frequenzen über Extrakarte, 3x500 Watt) und natürlich CD lieferte Norbert Klitzing (Backnang). Ein halbes Jahr hat der vom Architeturbüro Schulze & Simko geleitete Umbau des eine zeitlang als Mögellager genutzten Gebäudes gedauert. Die ortsansässigen Firmen waren, so Berhard Eppler, mit Begeisterung bei der Sache: »Des hätt mer net denkt, daß do no amol a Kino draus wird!« meinte ein Schreiner, der das alte Olympia noch aus seiner Jugendzeit kannte.

Direkt vom Kassenraum aus, als eine Art erweitertes Foyer, ist ein angegliederter Gastronomiebetrieb zu erreichen. Ebenfalls im gleichen Gebäude, einen Stock höher, wo bis zum Umbau das alte Corso Filme zeigte, bietet eine Billardbar mit Palmen und Ventilatoren »Casablanca«-Atmosphäre. Beste Voraussetzungen also für die Erhaltung bzw. Erneuerung der Kinokultur in der Provinz.

»Ein richtiges Kino gehört einfach zu einer Stadt«, sagt Familie Eppler. Und ein richtiges und schönes Kino in Winnenden hofft jetzt nur noch darauf, daß auch die Verleiher ihre neuen Filme da aufführen wollen, wo für das gute Bild und den guten Ton bestens gesorgt ist. aus: Das Filmtheater 1987

Weblinks

Kinodaten

  • 1937 Olympia-Lichtspiele, Gr: 1936, täglich 250 I: E. Kleide. Marktstrale 22
  • 1938 Olympia-Lichtspiele, Gr: 1936, 3-4 Tage 250 I: Eugen Kienle, Blumenstraße 11
  • 1939
  • 1940 Olympia-Lichtspiele, Adolf-Hitler-Ring 52, Gr: 1936 250/5 Tg. I: Eugen Kienle, Waiblinger Straße 32
  • 1941 Olympia-Lichtspiele, Adolf-Hitler-Ring 52, Gr: 1936 250/5 Tg. I: Eugen Kienle, Waiblinger Straße 32
  • 1949 Olympia-Lichtspiele Ringstraße, Tel. 487 Winnend. Inh.: Eug. Kienle, Winnenden, Schloßstraße 27, Tel. 487 Winn. Mit Dia 7 Tage Pl. 250
  • 1950 Olympia-Lichtspiele Schloßstr. 27, Tel. 487; I: Eugen Kienle Schloßstr. 27, Winnenden. 250 Pl. 7 Tg., 1, Sa. 2, So. 4 V., Dia App.: Nitzsche Matador, Vst: Lorenz Str.: G. D. 220/380 Volt, 25 Amp.
  • 1952
  • 1953 Olympia-Theater Ringstr. 53, Tel. 487, I. u. Gf. Eugen Kienle, Hohreuschstr. 34 PI. 500, 7 Tg., 11 V., tön. Dia, App. FH 66. Vst. Telefunken, Str. W. 220/380 Volt, 60 Amp., Bühne 8x7x7, Th. ja
  • 1955 °Olympia-Theater Ringstr. 53, Tel. 487, I. u. Gf. Eugen Kienle, Hohreuschstr. 34 Pl. 500, 7 Tg., 11 V., tön. Dia, App. FH66, Vst. Telefunken, Str. W. 220/380 Volt, 60 Amp., Bühne 8x7x7, Th.
  • 1956 Olympia-Theater Ringstr. 52a, Tel: 487, Postanschr: Hohreuschstr. 54, I: Eugen Kienle Pl.: 540, Best: Löffler, Klappsitze, 7 Tg., 10 V., monatl. 1 Matinee-Vorst., App: FH 66, Str: D. 220/380 Volt, Bild- u. Tonsyst: Breitwand, Lichtton, Bildw. -Abm: 4x8, Bühne: 8x9, O.
  • 1957 Olympia-Theater Ringstraße, Tel: 487, I: Eugen Kienle Pl: 540, Best: Löffler, Polster, 7 Tg., 11 V., 2 Mat.-/Spätvorst., tön. Dia, App: FH 66, Verst: Telefunken, Bildsyst:Br., Gr.-Verh: 1:1,85
  • 1958 Olympia-Theater Ringstraße, Tel: 487, I: Eugen Kienle Pl: 560, Best: Löffler, teilw. Hochpolster, 7 Tg, 11 V, 2-3 Mat.-/Spätvorst, tön. Dia, App: FH 66, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: CS 1 -KL, Gr.-Verh: 1:2,35
  • 1959 Olympia-Theater Hohreuschstr. 34, Tel: 487, I: Eugen Kienle. PI: 550, Best: Löffler, teilw. Hochpolster, 7 Tg., 10 V., 2-3 Mat.-/Spätvorst., tön. Dia, App: FH 77, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.- Verh: 1:2,35
  • 1960 Olympia-Theater Hohreuschstr. 34, Tel: 487, I: Eugen Kienle. PI: 550, Best: Löffler, teilw. Hochpolster, 7 Tg, 10 V, 2-3 Mat.-/Spätvorst, tön. Dia, App: FH 66, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, Gr.- Verh: 1:2,35
  • 1961 °Olympia-Theater Hohreuschstr. 34, Tel: 487, I: Eugen Kienle. PI: 550, Best: Löffler, teilw. Hochpolster, 7 Tg, 10 V, 2-3 Mat.-/Spätvorst, tön. Dia, App: FH 66, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL
  • 1962 °Olympia-Theater Hohreuschstr. 34, Tel: 487, I: Eugen Kienle. PI: 550, Best: Löffler, teilw. Hochpolster, 7 Tg, 10 V, 2-3 Mat.-/Spätvorst, tön. Dia, App: FH 66, Verst: Telefunken, Lautspr: Telefunken, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL