Wittenberge Kulturhaus

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Geschichte

Kultur- und Festspielhaus 2009
Postkarte Kulturhaus 80er Jahre
Postkarte Kulturhaus 70er Jahre

In Wittenberge gab es seit 1911 ein Lichtspieltheater, das „Apollo“ hieß und sich in der Perleberger Straße befand. Später folgten das Capitol und das Lichtspielhaus in der Bäckerstraße, wo heute das Kultur- und Festspielhaus steht. Quelle: Märkische Allgemeine, Prignitz Kurier, 19.01.2008

Nachdem bereits 1946 die Reste des ehemaligen größten Kinos der Stadt, Emil Köllers Kammerlichtspiele, in der Bäckerstraße beräumt worden waren, begann im Frühjahr 1955 der Abriss des Gefängnisbaus und der Gefängnismauer, die einst zum Amtsgericht gehörten. Damit wurde Baufreiheit für einen Kulturhaus-Neubau geschaffen.

Eine Schweriner Architektengruppe erarbeitete den Entwurf für ein Gebäude im Stil des „Nationalen Traditionalismus“. Am 3. Dezember 1955 wurde der Grundstein für dieses neoklassizistische Bauwerk gelegt. Die Wittenberger Bevölkerung verfolgte das Entstehen ihres Kulturhauses nicht nur mit größtem Interesse, sie legte auch kräftig mit Hand an. Insgesamt wurden weit über 50 000 Aufbaustunden geleistet.

Doch Ende Februar 1958 quollen dunkle Wolken aus dem Dach. Unsachgemäßer Umgang mit der provisorischen Ölheizung war die Ursache für den Brand, der an dem fortgeschrittenen Rohbau erheblichen Schaden anrichtete. Viele Arbeiten gerade im Bühnenteil und im großen Saal mussten ein zweites Mal ausgeführt werden. Am 7. Oktober 1959 wurde das Wittenberger Kulturhaus feierlich eröffnet, benannt nach dem Dichter und ehemaligen Kulturminister der DDR Johannes R. Becher.

Das Haus wurde 1994 zum Denkmal erklärt. Dieser Schutzstatus spielte bei der umfangreichen Sanierung, die von 1997 bis 1999 andauerte, eine große Rolle. Am 3. Oktober 1999 empfing das Stadtbild prägende Gebäude seine Gäste als Kultur- und Festspielhaus Wittenberge wieder. Text: wittenberge.de

  • 23.12.1976 In der Nacht gegen 04.00 Uhr entsteht durch einen Brand im Kulturhaus "Johannes R. Becher" ein Schaden in Höhe von 80.000 Mark. Drei Brandstellen sind gelegt worden.

aus: Chronik Stadt Wittenberge

Kinodaten

  • 1989 Wittenberge, Filmtheater Kulturhaus J-R-Becher, Bahnstr. 56, Tel: 3598
  • 1991 Kulturhaus, Bahnstr.
  • 1992 Kulturhaus, Inh. nicht bekannt
  • 1993 Kulturhaus, 200 Plätze, 19322 Wittenberge, Bahnstr. 56, Tel. 03877/3391 &3392, Inh: Stadtverwaltung Wittenberge, 19322 Wittenberge
  • 1995 Kulturhaus Wittenberge, Inh: KULTURHAUS WITTENBERGE, 200 Plätze
  • 1995 Kulturhaus Wittenberge, 200 Pl. 19322 Wittenberge, Bahnstr. 56 Tel.: 03877/3391 Inh.: Stadtverwaltung Wittenberge, 19322 Wittenberge, August-Bebel-Str. 10
  • 1997 Kulturhaus Wittenberge (KOM) 70 m2/200 Plätze, 19322 Wittenberge, Bahnstr. 56, Tel: 03877/3391, Inh: Stadtverwaltung Wittenberge/Kulturhaus 19322 Wittenberge, Bahnstr. 56