Wuppertal Thalia-Theater Elberfeld

Aus Kinowiki
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Geschichte

  • (...)denen das „Thalia" dann auch bei seiner Eröffnung 1906 nicht nur Variete bieten wollte. Etwa 2.000 Gäste im Parkett und auf den drei Rängen sahen vielmehr zur Abrundung des Premierenabends eine „kinematographisch aufgenommene Reise der Schwebebahn". Die Kombination aus Variete und Kino war für das „Thalia" richtungsweisend, aber nicht neu im Tal. Manfred Görges
  • Das Thalia-Theater in Elberfeld: "Das modernste und eleganteste Varieté und Operettentheater des Continents" Unter maßgeblicher Beteiligung der Farbenfabriken Bayer wurde in der Stadt Elberfeld, auf dem ehemaligen, am Island liegenden, Fabrikgelände von 'Johann Simons Erben', das Thalia-Theater errichtet. Die Einweihung fand am 12. Dezember 1906 statt. "Das Thalia-Theater, wurde im Stil des oberösterreichischen Barocks erbaut. Im Parkett und auf den drei Rängen fanden 2000 Personen Platz. Es enthielt außerdem Fest- und Restaurationsräume. Das Thalia-Theater diente der leichten Muse als Operettentheater und Varieté (Akrobatik, Musik, Tanz, Sport, Wort und Magie), später auch als Filmpalast. Nach dem Kriege wurde das im Krieg beschädigte Theater als Filmtheater und Hotel wieder aufgebaut. Nach dem Kriege und der Wiedereröffnung hatte das Thalia auch einen Hotel-Anbau. 1967 wurde das Gebäude abgerissen, um Platz für das jetzige Sparkassenhochhaus zu schaffen. " Text aus: www.werner-steinbach.de
  • Robert Riemer, der jetzt in New York drei große Filmpaläste besitzt, baute das 1907 als Variete eröffnete „Thalia-Theater“ am Islandufer 1928 zum Kino um. Es wurde das größte des ganzen Tales. Verbindet sich mit dem „Odin“ die Erinnerung an die Tradition eines Barmer Patriziergeschlechts, so mit dem „Thalia“ eine bunte Varietegeschichte und die wache Erinnerung an ein Kapitel der Wuppertaler Theatervergangenheit. Die Schauspiel- und Operettenaufführungen im „Thalia“ waren um 1909 bereits von so hohem künstlerischem Niveau und von so großer Zugkraft, daß sie dem Elberfelder Stadttheater ganz erhebliche Konkurrenz machten. Rauschende Operetten-Inszenierungen gingen in diesem Haus mit dem Glanz und der verschwenderischen Ausstattung großer reisender Ensembles über die Bühne und bewogen die aufhorchenden Stadtväter, die Subventionen für das städtische Theater erheblich zu erhöhen. Trotzdem: Direktor Wermer und Intendant von Gerlach brachten sogar unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg noch einmal eine Hochblüte der guten alten Operette. Orchester und Weltstadt-Variete, das waren und sind noch heute der glanzvolle Rahmen der Filmvorführungen in diesem „Thalia-Theater“, das inzwischen in Ufa-Regie überging.
  • Erst im Dezember 1950 konnte er das alte Theater unter dem Traditionsnamen wiedereröffnen. Am 29. Juli 1949 wurde die festliche Wiedereröffnung des völlig umgestalteten „Atriums“ unter Ufa-Direktor Scharloh gefeiert und das „Thalia“ am 29. September 1950 eingeweiht. aus: Harald Dülfer, Hoppla, jetzt komm ich
  • Das 1813 Sitzplätze fassende Wuppertaler Thalia-Theater, im September 1950 nach sechsmonatigem Wiederaufbau von Robert Bartholomai als Film- und Variete-Bühne eröffnet, ging am 1. August in den Besitz der Deutschen Filmtheater GmbH. über. Die Geschäftsführung hat Direktor Erich Scharloh übernommen, der auch das Atrium und Moderne Theater am Wall in Wuppertal leitet. Das Thalia soll wie bisher als Film- und Variete-Theater geführt werden. Der neue Film 61/1953
  • Die UFA hat die Variete-Darbietungen in ihrem Thalia-Theater (1786 Plätze) vorerst für die Dauer eines halben Jahres eingestellt. Danach soll entschieden werden, ob der Varieté-Teil wieder ins Programm aufgenommen wird oder endgültig fortfällt. Der neue Film 48/1959
  • Gegen ein neues „Thalia" standen allerdings auch Pläne aus einer totgesagten Epoche. Die Nazis nämlich hatten einen großzügigen Ausbau der Talachse zur B 7 erdacht und den Nachkriegs-Stadtvätern damit einen Floh ins Ohr gesetzt. Die wuchtige „Thalia"-Ruine stand solcher Großmannssucht nur im Weg. Dennoch stimmte der Stadtrat 1950 für eine Wiedereröffnung. Bartholomay schüttelte dazu eine neue Konzertorgel von Walker aus dem Ärmel, die mit 5.400 Pfeifen noch gewaltiger war als die alte Phillips. Den Tricks der mittlerweile allzu gerissenen Ufa zeigte sich der wagemutige Kinobesitzer jedoch nicht gewachsen. So erhielt er zur Wiedereröffnung des Hauses nicht das bestellte „Schwarzwaldmädel", das vielmehr im „Modemen Theater" groß herauskam, sondern zweitklassigen Ersatz. Exklusivrechte für Wuppertaler Filmpremieren blieben dem „Thalia" auch weiterhin verwehrt. Als Gary Cooper zur Erstaufführung von „Zwölf Uhr mittags" nach Wuppertal reiste, war es dann auch das „Salamander", das den Star empfing. Bald darauf, 1954, musste dieses Kino wegen einer Forderung des gleichnamigen Schuhherstellers als „Rex" neu durchstarten. Manfred Görges
  • Dem „Thalia" schien eine neue Zukunft als Musikbühne zu winken, nachdem dort Bands wie die „Lords" oder „The Who" aufgetreten waren. Doch die Stadt als neue Eignerin nach der Ufa missachtete solche Zeichen und verstrickte sich in eine unselige Debatte um ihr Schauspielhaus: Sollte das „Thalia" zu diesem Zweck umgebaut oder ein gänzlich neues Haus errichtet werden? Der Rat stimmte 1962 für den Neubau an der Kluse. Nebenan steht heute das "CinemaxX", während dem Schauspielhaus unter dem Druck der Kommunalverschuldung inzwischen das Ende droht. Das „Thalia" wurde gegen den Protest von Denkmalschützern 1967 abgerissen, um dem Hochhaus der Stadtsparkasse Platz zu machen. Manfred Görges

Bilder

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Foto: Deutsche Filminstitut

Kinodaten

  • 1931 Thalia-Theater, Wuppertal-Elberfeld, Islandufer 15, F: 27164, Gr: 1929, täglich. H, R, V, S, Kap: 14 M., T-F: Ja 2000 P: Dir. Riemer, Dortmund
  • 1932 Thalia-Theater, Wuppertal-Elberfeld, Islandufer 15, F: 27164, Gr: 1929, täglich, H, R, V, S, B: 260 qm, Kap: 14 M„ T-F: Tobis 2000 P: Dir. Riemer, ebenda
  • 1933 Thalia-Theater, Wuppertal-Elberfeld, Islandufer 15, F: 27164, Gr: 1929, täglich, H, R. V, S, B: 260 qm, Kap: 14 M., T-F: Tobis 2000 P: Dir. Riemer, ebenda
  • 1934 Thalia-Theater, Wuppertal-Elberfeld, Islandufer 15, F: 27164, Gr: 1929, täglich, H, R, V, S, B: 260 qm. Kap: 12 M T-F: Tobis 2000 I: Wuppertaler Thalia-Theater G. m. b. H.
  • 1937 Thalia-Theater, Wuppertal-Elberfeld. Islandufer 15, F: 27164, Gr: 1929, täglich. H. V, S, B: 260 qm 2000 I: Wuppertaler Thalia-Theater GmbH
  • 1938 Thalia-Theater, Wuppertal-Elberfeld, Islandufer 15, F: 27164/65, Gr: 1929, täglich, H, B: 260 qm 1900 I: Thalia-Theaterbetrieb Dr. W. Roch & Co., R.-G., W.-Elberfeld
  • 1940 Thalia-Theater, Wuppertal-Elberfeld, Islandufer 15, F: 27164/65, Gr: 1929, B: 260 gm, H 1668 /tgl. I: Thalia-Theaterbetrieb Dr. W. Koch & Co., K.-G., W.-EBberfeld
  • 1941
  • 1952 Thalia -Elberfeld, Islandufer 15, Tel. 30 451, 30 452, 30 453, I. Robert Bartholomay, Hamburg 1, Altstädterstr. 1—3, Bartholomay-Haus, Gf. Erich Moog, W.-Elberfeld, Islandufer 15, Werner Kraft, W.Barmen, Siegesstr, 15 Pl: 1 850, i Tg, 14 V, tön. Dia, App. Bauer 12, Vst. Euronor II, Str. D. 380 Volt, 60—70 Amp, Bühne 20x7,5x20, Th. ja, O. ja.
  • 1953 Thalia-Film- u. VarieteTheater -Elberfeld, Islandufer 15, Tel. 4 44 44, I. Deutsche Filmtheater GmbH., Düsseldorf, Benrather Str. 32/34, Gf. Erich Scharloh Pl. 1786, 7 Tg., 14 V., tön. Dia, App. Bauer B 12, Vst. Euronor II, Str. D. 380 Volt, 60—70 Amp., Bühne 20x7,5x20, Th. ja, 0. ja
  • 1955 Thalia-Film- u. Variete-Theater -Elberfeld, Islartdufer 15, Tel. 4 44 44, I. Deutsche Filmtheater GmbH., Düsseldorf, Benrather Str. 32/34, Gf. Erich Scharloh PI. 1800, 7 Tg., 14 V., tön. Dia, App. Bauer B 12, Vst. Euronor II, Str. D. 380 Volt, 60—70 Amp., Bühne 20x7,5x20, Th., O.
  • 1956 Thalia-Film u. Variete-Theater -Elberfeld, Islandufer 15, Tel: 44444, I: Deutsche Filmtheater GmbH. rPriv. -Anschr: Düsseldorf, Benrather Str. 32/34, Gf: Erich Scharloh Toro
  • 1956N Thalia-Film- u. Variete-Theater heißt jetzt: Thalia-Theater -Elberfeld, Islandufer 15 -Änd: I. UFA- Theater AG., Düsseldorf, Berliner Allee 59 - Erg: Bild-u. Tonsyst. Breitwand, CinemaScope, 4-Kanal-Magnetton -Änd: Str. 220/380 Volt, 200 kVA Bildw.-Abm. 10x4,25, 10x5,40
  • 1957 Thalia-Theater -Elberfeld, Islandufer 15, Tel: 44444, I: Ufa-Theater AG, Priv.-Anschr: Düsseldorf PI: 1801, Best: Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Euronor II, Lautspr: KL Komb, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1958 Thalia-Theater -Elberfeld, Islandufer 15, Tel: 44444/6, I: Ufa-Theater AG, Düsseldorf PI: 1801, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klangfilm, Lautspr: KL Komb, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
  • 1959 Thalia-Theater -Elberfeld, Islandufer 15, Tel: 44444/6, I: Ufa-Theater AG, Düsseldorf Pl: 1657, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Klang Film, Lautspr: KL Komb, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2, 55
  • 1960 Thalia-Theater -Elberfeld, Islandufer 15, Tel: 44444/6, I: Ufa-Theater AG, Düsseldorf Pl: 1657, Hochpolster, 7 Tg, 21 V, tön. Dia, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm, Lautspr: KL Komb, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55, Höranlage
  • 1961
  • 1962 Thalia-Theater -Elberfeld, Islandufer 15, Tel: 44444, Vers.-Bf: -Elberfeld-Hbf., I: Ufa-Theater Aktien-ges., Gf: Erich Scharleh Pl: 1657, Best: Kamphöner, Hoch- u. Flachpolster, 7 Tg., 21 V., tön. Dia-N, App: Bauer B 12, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Klangfilm Euronor II, Lautspr: Klangfilm Euronor II, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL, Th., Var., 0., Schwerhörigenanlage

Weblinks

Das Thalia-Theater bei Wikipedia