Bad Wildungen Astoria-Theater

Aus Kinowiki
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Hotel und Lichtspiele Astoria undatiert
ca 1958

Geschichte

  • Das Astoria Filmtheater öffnet am Freitag, dem 28. Januar 1955 seine Pforten. Das Theater ist mit der modernsten technischen Einrichtung versehen, wie sie nur wenige Lichtspielhäuser im Bundesgebiet besitzen. Das Cinemascope 4-Kanal Stereophon-Magnetton-System ermöglicht eine ganz neuartige Bild- und Tonwiedergabe, die schlechthin eine Sensation auf dem Gebiete des Films in der Entwicklung Stummfilm - Tonfilm - Farbfilm bedeutet. Wir werden bemüht sein, neben allen bedeutenden Cinemascope-Filmen ausgesuchte Programme der deutschen und auch ausländischen Produktionen unseren Besuchern vorzuführen.[1]
  • 1.10.85 Schließung Astoria Bad Wildungen Inh.: Heinz Ortwein aus: Das Filmtheater 1986

Das Gebäude des Kinos ASTORIA bestand um das Jahr 1900 ursprünglich aus einem Wohnhaus mit angrenzender Brauerei. Um 1904 fasste Wilhelm Kratz die Gebäude Brunnenstraße Nr. 58 und Nr. 60 zum "Bayrischen Hof" zusammen und bezeichnete sich selbst fortan als "Hotelier". Nach 1954 wurde das kleinere Gebäude (Brunnenstraße Nr. 58) als Gastwirtschaft und Restaurant "Bayrischer Hof" weitergeführt und das größere (Brunnenstraße Nr. 60) unter dem Namen "Hotel-Restaurant Astoria" verpachtet.

Am 28.12.1955 wurde dann im Veranstaltungs- und Speisesaal des Hotels unter dem Namen "Cinemascope-Filmtheater Astoria" als Eröffnungsfilm der Historienfilm "Das Gewand" gezeigt. Der Kinosaal, der vom Parkett vorne bis zur Loge hinten leicht anstieg, hatte 470 Sitzplätze mit Schaumstoffpolsterung, eine 5,80 m tiefe Bühne hinter einer 8 m breiten, klapp- und schwenkbaren Cinemascope-Leinwand. Die Bühne konnte somit auch für andere kulturelle Veranstaltungen verwendet werden. Hinter der Leinwand selbst befanden sich 3 Batterien mit je 2 Lautsprechern und zusätzlich 6 weitere Lautsprecher in der Raumdecke und den Seitenwänden. Das neu auf den Markt gekommene 4-Kanal-Magnetton-System war damals eine Sensation der Tonfilmentwicklung.

Sehr oft gelang es dem Kinobetreiber Helmut Anlauf aufgrund seiner Beziehungen in die Filmbranche die neusten und gefragtesten Kinofilme schneller zu "ergattern" und dem Publikum in einer Premierenvorstellung zu zeigen als das CENTRAL. Beim 20jährigen Jubiläum des ASTORIA konnte Betreiber Anlauf eine eindrucksvolle Bilanz vorweisen: 3500 gezeigte Filme und etwa 2 Millionen Zuschauer. Trotz dieses großen Erfolges schloss das ASTORIA am 1. November 1985 für immer seine Pforten und zwar mit dem allerletzten Film "James Bond 007 - Im Angesicht des Todes".[2]

Kinodaten

  • 1956 Astoria-Filmpalast Brunnenstr. 60a, Tel: 715, Postanschr: des- gl., I: Hellmut Anlauf u. Erich Nitschke, Gf: Erich Nitschke PI: 412, Best: Stüssel, gepolstert (Correcta- Schaumgummi), 7 Tg., 17 V., App: Zeiss Ikon, Verst: Uniphon, Str: D.-W. 220/380 Volt, 2x60 Amp., Bild- u. Tonsyst: Breit- wand, CinemaScope, Stereophonie 4-Kanal, Bild.-Abm: 8 m br., Bühne: 5,5x6, Th.
  • 1956N Astoria-Filmpalast heißt jetzt: Astoria-Filmtheater Brunnenstr. 60a
  • 1957
  • 1958 Astoria-Filmtheater Brunnenstr. 60a, Tel: 715, Postanschr: Postfach 5, I: Hellmut Anlauf u. Erich Nitschke, Gf: Helmut Winkler PI: 412, Best: Stüssel, gepolstert (Correcta- Schaumgummi), 7 Tg., 16 V, 2 Spätvorst., tön. Dia, App: Zeiss Ikon Ernemann VII B, Verst: Unipnon, Rhode & Schwarz, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. CS 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Th.
  • 1959-1960 Astoria-Filmtheater Brunnenstr. 60a, Tel: 715, Postanschr: Postfach 5, I: Hellmut Anlauf Gf: Helmut Winkler PI: 412, Best: Stüssel, gepolstert (Correcta- Schaumgummi), 7 Tg., 16 V., 2 Spätvorst, tön. Dia, App: Zeiss Ikon Ernemann VIII B mit Xenosol, Verst: Uniphon, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL u. CS 4 KM, Gr.-Verh: 1:1,66, 1:2,35, 1:2,55
  • 1961-1962 Astoria-Filmtheater Brunnenstr. 60a, Tel: 715, Postanschr: Postfach 5, I: Hellmut Anlauf Gf: Helmut Winkler PI: 412, Best: Stüssel, gepolstert (Correcta- Schaumgummi), 7 Tg., 16 V., 2 Spätvorst., FKTg: 1 x wöchentlich, donnerstags, tön. Dia-N, Br, App: Zeiss Ikon Ernemann VIII B mit Xenosol, automat. Vorführungs- anl. Syst. Hassomat, Lichtquelle: Xenon, Verst: Uniphon, Bild- u. Tonsyst: Sc, 1 KL u. 4 KM, Gr.-Verh: 1:2,55, Schwerhörigenanlage
  • 1971 Astoria-Theater Brunnenstr. 60a, T: 2715 I: Helmut Anlauf, 372 P. Post: 35 Kassel,Postf. 1066 T: 0561/52996