Basel Fata Morgana

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heute ein Buchladen.

Geschichte

  • Herr Bergingenieur L. Rosenthal eröffnete in Basel, Freiestr. 32 ein erstklassiges, elegant eingerichtetes Kino unter dem Namen „Fata Morgana". Der Kinematograph 51/1907
  • Besuchen wir ferner das Theater „Fata Morgana" (Besitzer: Ingenieur Ludwig Rosenthal, Geschäftsleiter einer von dessen Söhnen). Eine hochinteressante und aktuelle Nummer ist die direkte Aufnahme von Lathams zweitem Versuch zur Ueberfliegung des La Manche-Kanals, welches Unternehmen bekanntlich 2 Kilometer vom Ziele entfernt, noch missglückte. Gleichfalls belehrend ist „Die Gewinnung des Kalkes", sehr unterhaltend und zugleich eindrucksvoll „Schein und Sein" (Leben der Schauspieler vor und hinter der Szene), prächtig im Ton und betreffs Synchronismus ein Vogelstimmen-Konzert von Alexander; dazu die üblichen Romane und Drolerien. Es wirkt ein hochgebildeter Erklärer mit, der die französischen Texte von Pathé Frèren wirklich geistvoll übersetzt, die Musik wird von einem kleinen, trefflich geschulten Orchester gemacht. — „Fata Morgana" hat endlich auch eine Filiale in dem rechtsrheinischen Stadtteil Klein-Basel. Hier sei von dem Lokal bemerkt, dass es extra für Kinematograph gebaut ist, die Dimensionen eines eigentlichen Theatersaals hat, stark amphitheatralisch emporsteigt und Galerie besitzt. Von den Nummern heben wir die Entwicklungsgeschichte des Eis bis zur lebenden Henne deshalb besonders hervor, weil nach unserer Anschauung der Kinematograph noch viel mehr, als bis jetzt geschieht, zu wissenschaftlichen Darstellungen benutzt werden sollte. Ferner seien erwähnt „Das Leben und Treiben in Indien", „Herstellung der Schiffstaue", ein Tonbild aus Strauss' „Fledermaus" und diverse komische Sachen. Musik und Erklärung sind gut. Rundgang durch Basel 1909

Bilder

img_46.jpg
Ansicht 2004 Fotoquelle