Diskussion:Karlsruhe Die Kamera

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • Am 18. 12. 1953 wurde Karlsruhe's neuestes Filmtheater „Die Kamera" der Süddeutschen Filmbetriebe Hubertus Wald der Öffentlichkeit übergeben. Das Haus hat 900 durchweg hochgepolsterte Plätze. Die technische Einrichtung besorgte Siemens Klangfilm Bauer B 12-Maschinen. Das Filmtheater 6/1953
  • Mit einem charmanten Speach vor der Aufführung ihres Operettenfarbfilms „Der Vogelhändler" eröffnete Ilse Werner Karlsruhes neuestes Großtheater, „Die Kamera" der Süddeutschen Filmbetriebe Hubertus Wald. Es ist das zweite Filmtheater mit repräsentativem Zuschnitt, das im zweiten Halbjahr 1953 fertiggestellt wurde und das vierte Theater auf der Kaiserstraße in engster Nachbarschaft der Stadtmitte um die Hauptpost, so daß hier so etwas wie ein Kino-Zentrum geschaffen wurde. Mit diesem zweiten Theater der Süddeutschen Filmbetriebe, die vor sieben Jahren hier ihr erstes Kino „Die Kurbel" erbauten, hat Karlsruhe ein Haus erhalten, das an großzügiger und geschmacklich raffinierter Ausstattung wohl an der Spitze der Theater in dieser Stadt stehen dürfte. Schon das Foyer ist von einer sonst nirgend beobachteten Großzügigkeit, ausgestattet mit elegant dekorierten Vitrinen, aber auch mit einem Goldfischbassin und mit einem großen Aquarium mit Rheinfischen, eingerahmt von Blumenfenstern. Durch eine räumlich große Licht- und Schallschleuse betritt man den Theaterraum selbst. Ein 18 Meter breiter und 30 Meter langer Raum, der wie eine wohlgeformte Schale wirkt, steigt allmählich an, verzichtet auf einen Balkon, umfaßt aber doch insgesamt 940 Sitzplätze. Die Leuchtkörper, über die Wände verteilt, sind hinter dunklen Scheiben verborgen, so daß die Seitenwände zu großartigen Lichtornamenten werden. Die Stirnwand liegt hinter einem 350 qm großen goldgelben Vorhang, der eine moderne Breitbildwand bedeckt. Darunter liegt eine ideale Ausgangsanlage, durch die binnen einer Minute 900 Personen das Theater verlassen können. Selbstverständlich enthält das Haus, das nach den Entwürfen der Architekten Gutmann und Hollemeyer gebaut wurde, auch eine moderne Klimaanlage. Die technische Einrichtung besorgte Siemens-Klangfilm (Bauer B-12-Projektoren, die Tonanlage, System Euronor-Junior, Lautsprecher mit entsprechendem Verstärker). Der neue Film 2/1954