Diskussion:München Gloria-Palast

Aus Kinowiki
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  • Im neuen Gebäude des Gloria-Filmverleihs am Karlsplatz wird für die Gloria auch ein Lichtspieltheater eingebaut. Das Theater soll 643 Plätze bekommen und wird das 114. Münchner Kino sein. Der neue Film 58/1955
  • Mit dem festlichen Gepränge eines großen gesellschaftlichen Ereignisses eröffnete Ilse Kubaschewski Ende August ihren Gloria-Palast am Stachus mit dem Warner-Film „Serenade". Damit hat München sein 21. Erstaufführungstheater und eines der schönsten und modernsten überhaupt bekommen. Unter den 400 prominenten Gästen bei der Eröffnung befanden sich 33 Stars. Oberbürgermeister Thomas Wimmer und Dr. Hoßfelder von der SPIO hielten herzliche Ansprachen zu dem feierlichen Ereignis. Die Anzahl der Münchner Kinos, führte Wimmer u. a. aus, sei seit 1947 von 36 Theatern auf 116 bis Januar 1956 angestiegen. Großen Beifall konnte Ernst Jäger mit seinem Orchester entgegennehmen, als er im Rahmen einer „Gloriade 1950/56" einen musikalischen Rückblick auf alle Schlager aus Gloria-Filmen gab. Anschließend fand ein Empfang im Hotel Deutscher Hof statt. Das neue Theater faßt 793 Personen, die allesamt auf schaumgummigepolsterten Wannensitzstühlen bequem sitzen können. Bühnenvorhänge und Polstermöbel lieferten O. & M. Weigl, München. Die mit zwei Bauer B 12-Projektoren, Cinema-Scope-Vierkanal-Magnetton, einer besonderen Übertragungsanlage mit einer Lautsprecher-Kombination Euronor Junior und zwei Bionor-Kombinationen, sowie zwölf Effektlautsprechern und einer 5,5 Meter hohen und 13 Meter breiten Miracle-Mirror-Screen-CinemaScope-Spezialbildwand ausgestattete technische Anlage (Siemens-Klangfilm) ist für alle Bild- und Tonverfahren geeignet.. Eine Klimaanlage (Fa. Etna) sorgt für gute Belüftung, eine induktive Übertragungsanlage gestattet Schwerhörigen, ohne Zuhilfenahme von Kopfhörern die Darbietungen gut zu verfolgen. Der Theaterraum wird von einer Stuckdecke gekrönt, in die eine große Hohlkehle zur Aufnahme der indirekten Röhrenbeleuchtung eingebaut ist. Die Wände sind etwa in Augenhöhe mit einem Nußbaumpaneel versehen, während die übrigen Wandflächen bis zur Decke mit rotem Samtstoff bespannt sind. Der Fußboden ist mit Gummi auf Asphaltunterlage belegt, Einige Zierwandleuchten ergänzen das indirekte Deckenlicht. Eine ganz besondere Attraktion ist die nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattete Bühne, auf der 60 000 Liter Wasser pro Minute durch 2000 Düsen in die Luft geschleudert werden können, wodurch farbig angestrahlte Wasserspiele entstehen. Die Wasserorgel wird mit einer Tastatur gesteuert, die es erlaubt, die Fontänen nach der Musik tanzen zu lassen. Der neue Film 72/1956
  • Als Ilse Kubaschewski im September 1956 mit festlichem Gepräge ihren „ Gloria-Palast am Stachus" eröffnete, wartete auf die prominenten Gäste eine für München bis heute einmalige Überraschung: Farbige Wasserspiele auf der Bühne! 60 000 Liter Wasser werden hier durch 2000 Düsen in jeder Minute in die Luft geschleudert, und ein „Organist" läßt die farbig angestrahlten Fontänen im Takt der Musik tanzen. Was damals den Premierenbesuchern vielleicht nur als Gag erschien, hat sich inzwischen als bleibend zugkräftige Attraktion erwiesen. Münchens Filmtheater aber wurden durch diesen Einfall um eine Besonderheit reicher. Der neue Film 51/1958