Diskussion:Stuttgart Gloria-Palast

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Unter dem Motto „Acht Theater mit über 8000 Siteplätzen" ist seit einigen Tagen das neueste und voraussichtlich größte Haus der EM-Film-Theaterbetriebe, der Gloria- Palast auf der Stuttgarter Königstraße, im Entstehen. Die Eugen Mertz- Betriebe besitzen bisher das Universum, das Cinema und das EM in Stuttgart, die Bad-Lichtspiele und das Wilhelm-Theater in Bad Cannstatt sowie das Universum und den Gloria-Palast in Karlsruhe.. Das neue Großtheater wird annähernd 2000 Sitzplätze erfhalten. Architektur und Bauleitung: Dipl.-Ing. Architekt Otto Hofstetter, Stuttgart. Bild- und' Tontechniik sowie akustische Planung: Philips - Vertretung Photo-Hildenbrand, Stuttgart, Abteilung Film-Ton-Technik. Mit der Eröffnung des Theaters wird zum Frühjahr gerechnet. Der neue Film 90/1955


  • Das Richtfest für den riesigen „Gloria-Palast" der EM-Filmtheaterbetriebe <E. Mertz-Erben) war ein Ereignis besonderer Art! Was auf dem Marquardt-Gelände seit Oktober 1955 im Rohbau (Arbeitsgemeinschaft der Bauunternehmen Paul Stephan und Hesselschwerdt & Schmidt in Stuttgart) entstand, ist wirklich imposant. Nicht weniger als 550 t Stahl (Eisen- und Stahlbau Emil Knodel, Stuttgart) wurden benötigt und auch sonst sollen verschiedene, bisherige Höchstleistungen auf dem Gebiet des Filmtheaterwesens in Westdeutschland überboten werden. Philips (H. Hildenbrand, Stuttgart) richtet die modernste Bild-Ton-Anlage für alle Systeme ein und ETNA (Lahmeyer, Frankfurt a. M.) montiert eine ganz neuartige Klimaanlage, wie sie auch die PLAZA in London besitzt. Der Clou aber ist zweifellos, daß man mit dem Auto auf getrennten Bahnen direkt i n oder aus dem „Gloria" fahren kann. Die zweigeschossige Tiefgarage mit den automatischen Feuerlösch-Anlagen nimmt ca. 200 Wagen auf. Bei 2000 Sitzplätzen kann also praktisch jeder 10. Theaterbesucher — befreit von der Parknot in der Innenstadt — seinen Wagen ins Kino mitnehmen. Die zahlreichen Gäste des Richtfestes, zu dem auch die Repräsentanten aller namhaften Verleihfirmen erschienen waren, nahmen jedenfalls von dem großzügigen, mit allerlei Neuheiten gespickten Filmtheaterbau des Architekten Dipl.-Ing. Otto Hofstetten Stuttgart, einen imponierenden Eindruck mit. — Bis zum 1. Gong im „Gloria" solls nicht mehr lange dauern. Das Filmtheater 3-4/1956
  • Mit der Uraufführung des Vico Torriani - Films „Santa Lucia" eröffneten die Stuttgarter EM-Filmtheater-Betriebe den in der Rekordzeit von 138 Tagen in der erweiterten Marquardtpassage errichteten Gloria-Palast, eines der modernsten Filmtheater der Bundesrepublik. Es ist nicht nur der Platzzahl nach sondern auch in seinen weiträumigen Foyers für 1800 Besucher eingerichtet, von denen jeder Zehnte sein Auto im Untergeschoß parken kann. Tiefgaragen, miteinem Feuerschutzsystem gesichert, das bei einer gewissen Wärmeentwicklung selbsttätig in Aktion tritt, sind durch Personenaufzug mit dem Kinoeingang verbunden. Der motorisierte Kinobesucher kann also auch bei Wolkenbrüchen trockenen Fußes in den Gloria-Palast gelangen. Mit Sinn für großzügige Proportionen und Farben hat der (Stuttgarter Architekt Otto Hofstetter den Zuschauerraum so ausgestattet, daß die Ansprüche des Geschmacks, der Bequemlichkeit sowie der modernen Schalltechnik gleichermaßen befriedigt wurden. Eine automatisch gesteuerte Vollklimanalage sorgt für 60 000 Kubikmeter frischer Luft in der Stunde, während sie die gleiche Menge verbrauchter Luft absaugt. Die Bildwand, eine CinemaScope-Spezialbildwand nach Art der Miracle Mirror-Screen, ist 8 Meter hoch und nimmt mit 15,5 Meter Länge die ganze Breite des Kinoraumes ein. Bild- und Tonanlage sind für alle neuen Bild- und Tonverfahren geeignet. Eine besondere Übertragungsanlage für Schwerhörige macht die Kopfhörer entbehrlich. Alle Apparaturen stammen von Philips. Die bequemen Stühle, mit rotem und blauem Manchestersamt überzogen, sind mit Federung und Schaumgummiauflage versehen und stammen von der Firma Löffler, Zuffenhausen, die Beleuchtung hat Siemens eingerichtet. Die Wände sind mit üppig gerafften sandfarbenen und mattblauen Vorhängen verhüllt. Der neue Film 65/1956

In wenig mehr als einem halben Jahr ist das Gloria in Stuttgart aus dem Boden gewachsen. Zum Richtfest luden nun die EM- Filmtheaterbetriebe ein, bei dem man einen Blick hinter die Baukulissen tun durfte. Besonders begrüßen werden die zukünftigen Besucher die unterirdischen Garagen, die 150 Wagen aufnehmen können. Per Fahrstuhl wird man von dort dann direkt in das .Foyer des Theaters geschleust werden. Der Kinoraum mit 40 Metern bis zur Bühne und einer Breite von 14 Metern erhälteine von Wand zu Wand reichende, 8 Meter hohe Leinwand. Die akustischen Belange wurden einem Spezialisten, Professor Dak , Holland, anvertraut. Architekt ist Dipl-Ing. Hofstetten Er gab beim Richtfest, zu dem Vertreter von Staat, Stadt, Filmwirtschaft und Presse neben allen am Bau Beschäftigten geladen wurden, einen gründlachen und humorvollen Rückblick auf den vollendeten Bauabschnitt. Der neue Film 46/1956