Diskussion:Wiesbaden Caligari

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Viele Ah's und Oh's bei den ersten Gästen des wiedereröffnetem UFA-Hauses an der Wilhelmstraße in Wiesbaden. Im schmucken Gewand, sehr intim wirkend, stellte sich das UFA im Park, wie das Theater offiziell heißt, dem Publikum vor. Direktor Hellmut Anlauf von der UFA-Verwaltung Frankfurt umriß bei einer Vorbesichtigung kurz den Werdegang des Hauses, das bereits vor dem Krieg einen renommierten Namen als Palast-Lichtspiele besaß, und dann zehn Jähre lang von der Besatzungsmacht beschlagnahmt war. Nach der kürzlich erfolgten Freigabe entschlossen sich UFA und Hauseigentümerin (Allianz-Vers.), einen völligen Umbau des Theaters vorzunehmen. Reg.-Baumeister Ludw. Goerz (Wiesbaden) als Architekt, Statiker Dipl-.-Ing. W. Heid (Wiesbaden) und den am Bau beteiligten Firmen gebührt ein Sonderlob. Mit viel Geschmack und Mut zu neuen Formen wurde das 908 Plätze fassende Theater neu gestaltet. Paradestück ist die wellenförmige Saaldecke, die .an der Bühne nach unten gezogen den oberen Bühnenrand bildet. Mit tief-schwarzen Silan-Akustikplatten umrahmt, scheint die hellgelbe Decke gleichsam im Raum zu schweben. Ein frappierender Eindruck. In die Decke verarbeitet einige Blattdekorationen, die als Träger der elf Effekt-Lautsprecher und der Panik-Beleuchtung fungieren. Eine „Wucht" sind auch die zahlreichen, zu Trauben gebündelten Wandleuchten. Eine zweite Beleuchtungsstufe bilden sechs goldfarbene, in sich leuchtende Lichtträger, die sich von den Seitenwänden bis in die Decke hineinziehen. Die „Lichtspiele" vervollkommnet schließlich ein inidirekt neonbeleuchtetes Stuckgesims, das sich an der wellenförmigen Decke entlang zieht und zugleich die seitliche Bühnenbegrenzung bildet. (Die Lampen lieferte: W. Weiske & Co., Wiesbaden.) Der neue Film 96/1955