Hamburg Edison-Saal Kinematograph Lumiere

Aus Kinowiki
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Geschichte

Am 14. Dezember 1895 eröffnete die Automaten-Commandit-Gesellschaft Kobrow u. Co. in ihrer Automatenausstellung auf 2 Etagen und 4500 m² an der Kaiser Wilhelmstr. 11-15 nahe Wexstrasse in einem abgetrennten Bereich ein Kinematographentheater mit Edison-Kinetoskop-Automat, welcher "jede Bewegung der aufgenommenen Personen, selbst grosser Gruppen, naturgetreu wiedergeben" sollte. [1] Das Kino trug den Namen "Edison-Saal" und wurde um Kinetoskop, Phonograph und Kinetophon erweitert. [2] Ab 1897 wurde ein "Kinematograph Lumière" und ein "Visiontoskop" angeschafft. Zum 31. Dezember 1899 wurde der Betrieb eingestellt. Die Kinematographen wurden anschließend im Feensaal, Grosse Bleichen 32, bei Herrn Wiebcke aufgestellt. [3] Ab Juni 1900 fanden die Vorführungen mit diesen Geräten am Gänsemarkt 7 statt. [4]

Dies dürfte Hamburgs erstes festes Kino gewesen sein, denn zuvor gab es nur auf Jahrmärkten und dem Hamburger Dom Kinetoskope. Vorgeführt wurden damals zunächst sogenannte "lebende Bilder" aktueller Ereignisse. Nach Kobrow gab es ab 1900 auch im Apollo-Theater, Hansa-Theater, in der Flora und in der Hammonia-Halle (Tivoli) Vorführungen.