Husum Zentral-Theater, Palast-Lichtspiele

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Geschichte

Neben den beiden festen Kinos aus 1909 (Kino-Salon & Centralhalle) zeigte ein Unternehmen auch Filme im Saal des Hotel „Stadt Hamburg“, Großstraße 15. Ein weiteres Kino im Bahnhofshotel (heute: Husum Druck) sollte zu gleicher Zeit eingerichtet werden; ob es wirklich eröffnet wurde, ist nicht bekannt. Ab 1926 gibt es in Husum ein drittes festes Kino. Im Hotel Stadt Hamburg in der Großstraße 15 werden die „Palast-Lichtspiele“ eingerichtet Nach nur kurzer Zeit übernimmt Ferdinand Mordhorst im Februar 1927 auch dieses Lichtspiel-Theater. Die Kinos „Palast“ und „Central“ werden 1927 von Langefeld und Terno gepachtet und als „Vereinigte Lichtspiele Langefeld & Terno“ geführt. Einige Jahre betreiben Langefeld und Terno ihre drei Kinos gemeinsam. Nach Abriss der alten Centralhalle 1929 werden die „Palast-Lichtspiele“ in „Central-Theater“ umbenannt; der Name des nun schon traditionsreichen Filmtheaters bleibt somit erhalten. Etwa 1934 trennen sich die Wege Hans Ternos und Rudolf Langefelds: Terno übernimmt das „Universal-Theater“ und tauft es in „Kammerlichtspiele“ um, Langefeld führt das „Central-Theater“. Das „Central-Theater“ geht 1937 in den Besitz des Magdeburgers Eugen Hoyer über. Das Kino wird renoviert und neu ausgestattet. Einer der ersten Filme, die dort mit großem Erfolg laufen, ist der Dokumentarfilm über die Olympiade 1936 in Berlin, „Fest der Völker“, gedreht von Leni Riefenstahl. Als im September 1947 die Film theater in Schleswig-Holstein neu registriert werden, hat in Husum noch kein Kino wieder den Betrieb aufgenommen. Die Inhaber benötigen von der Militärregierung eine Lizenz, die ihnen die Weiterführung erlaubt. Im „Central-Theater“ sind die Hauptvorstellungen den englischen, später norwegischen Besatzungsoldaten vorbehalten. Doch spätestens mit der Währungsreform 1948 hat sich das Kinoleben wieder normalisiert. 1953 erwirbt der Inhaber des „Central-Theater“, Eugen Hoyer, die Lokalität „Hensen’s Garten“. In der Zeit der Rezession erwarben die Nehls 1963 von Eugen Hoyer den Pachtvertrag für das „Central-Theater“. Nach aufwendiger Umgestaltung auf den neuesten Stand moderner Kinos wurde es unter dem Namen „Metro“ eröffnet. Doch dieses Kino hatte nur fünf Jahre Bestand. Der Eigentümer verkaufte das gesamte Anwesen Großstraße 15. Es entstand das „Kaufhaus Grimme“, heute „Karstadt“. aus: Jürgen Dietrich, Husums Kinogeschichte

Kinodaten

  • 1927 Palast-Lichtspiele im Hotel „Stadt Hamburg", Inh: Ferd. Mordhorst, Pächter: Langerfeld & Terno, Sptg: Täglich, Pr: Zweimal wöchentlich, 355 Plätze
  • 1928 Palast-Lichtspiele, Großstr. 15, F: 201, Gr: 1926, täglich, 350 Plätze, Inh: Langerfeld & Terno, Markt 19, F: 201
  • 1929 Palast-Lichtspiele, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1926, täglich, 350 Plätze, Inh: Vereinigte Lichtspiele Husum, F: 615
  • 1930 Zentral-Lichtspiele, Großstraße 15, F: 201, 615, Gr: 1926, täglich, 325 Plätze, Inh: Langerfeld und Terno, Herzog-Adolf-Straße 6
  • 1931 Zentral-Lichtspiele, Großstraße 15, F: 201, 615, Gr: 1926, täglich, 325 Plätze, Inh: Langerfeld, Herzog-Adolf-Str. 6
  • 1932 Central-Theater, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1926, täglich, T-F: Klangfilm, 350 Plätze, Inh: Rudolf Langerfeld, Osterende 75
  • 1933 Central-Theater, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1922, täglich, Kap: Mech. Musik, T-F: Klangfilm, 330 Plätze, Inh: Rudolf Langerfeld, Osterende 75, F: 201
  • 1934 Central-Theater, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1926, täglich, Bühne: 3x6m, Kap: Mech. Musik, T-F: Klangfilm, 360 Plätze, Inh: Rudolf Langerfeld, Osterende 75, F: 201
  • 1937 Central-Theater, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1926, täglich, Bühne: 3x6m, 354 Plätze, Inh: Rudolf Langerfeld, Osterende 75, F: 201
  • 1938 Central-Theater, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1926, täglich, Bühne: 3x6m, 354 Plätze
  • 1940 Central-Theater, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1926, Bühne: 3x6m, 460 Plätze, täglich, Inh: Eugen und Charlotte Hoyer, ebenda
  • 1941 Zentral-Theater, Großstraße 15, F: 201, Gr: 1926, 460 Plätze, täglich, Inh: Eugen und Charlotte Hoyer, Damm 2, F: 201
  • 1949 Zentral-Theater, Inh: Eugen Hoyer
  • 1950 Zentral-Theater, Groß-Str. 15, Inh: Eugen Hoyer, Husum, Adolf Mengestr. 14, 460 Plätze, 7 Tage, 2 V., App: Ernemann II, Vst.: Klangfilm-Jr. u. Elac
  • 1952 Zentral-Theater, Groß-Straße 15, Tel. 201, I. u. Gf. Eugen Hoyer, Adolf Mengestraße 14, 460 Plätze, 7 Tage, 14 V., Dia., App. Bauer B 8, Vst. Elac TV 25
  • 1953 Zentral-Theater, Groß-Str. 15, Tel. 2201, I. u. Gf. Eugen Hoyer, Adolf-Menge-Str. 14, 475 Plätze, 7 Tage, 14 V, tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Elac TV 25
  • 1955 Zentral-Theater, Groß-Str. 15, Tel. 2201, I. u. Gf. Eugen Hoyer, Nordbahnhofstr. 27, 475 Plätze, 7 Tage, 14 V., tön. Dia, App. Bauer B 8, Vst. Elac TV 25
  • 1956 Zentral-Theater, Großstr. 15, Tel: 2201, Inh: Eugen Hoyer, 460 Plätze, Best: Zimmermann, Schröder & Henzelmann, Flach- u. Hochpolster, 7 Tg., 14 V., App: Ernemann II, Verst: Elac
  • 1957 Zentral-Theater, Großstr. 15, Tel: 2201, Inh: Eugen Hoyer, 460 Plätze, Best: Zimmermann, Flach- u. Hochpolster, 7 Tg., 17 V., tön. Dia, App: Ernemann XI, Verst: Elac TV 25, Lautspr: Elac TK 3
  • 1958 Zentral-Theater, Großstr. 15, Tel: 2201, Inh: Eugen Hoyer, 460 Plätze, Best: Schröder & Henzelmann, 7 Tg, 14 V, tön. Dia, App: Ernemann XI, Verst: Elac TV 25, Lautspr: Elac TK 3
  • 1959 Zentral-Theater, Großstr. 15, Tel: 2201, Inh: Eugen Hoyer, 460 Plätze, Best: Schröder & Henzelmann, 7 Tg., 14 V., tön. Dia, App: Ernemann XI, Verst: Elac TV 25, Lautspr: Elac TK 3
  • 1960 fehlt
  • 1961 Zentral-Theater, Großstr. 15, Tel: 2201, Inh: Eugen Hoyer, 460 Plätze, Best: Schröder & Henzelmann, 7 Tg., 14 V., tön. Dia, App: Ernemann XI, Lichtquelle: Becklicht, Verst: Elac TV 25, Lautspr: Elac TK 3, N
  • 1962 kein Eintrag