Schönebeck Astoria-Lichtspiele

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Foto 08.2011, Ansicht mit ehemaligem Hotel Astoria
Foto 08.2011, Ansicht Fassade mit KINOBAR
Postkarte 1950, Restaurant Astoria
Postkarte 1936, Hotel Landhaus

Geschichte

  • In Schönebeck a. E. eröffnete die Firma Amm & Co., Ostern im Saale des Hotel Landhaus ein ständigen Tonbildtheater, auf dessen Darbietungen ich noch zurückkomme. Die Firma errichtet im Garten des Hotels in welchem vor Jahren ein Sommertheater-Gebäude stand, einen modernen Kinopalast. Der Kinematograph 121/1909
  • In Schönebeck ist es nun endlich soweit gekommen, dass ein Kinotheater — das Amm 'sche TonbiId-Theater im Hotel Landhaus — in auskömmlicher Weise bestehen kann, indem es seitens des Publikums die richtige Würdigung findet, wie die gutbesuchten Vorstellungen zur Genüge beweisen. Merkwürdigerweise war es früher noch nicht gelungen, in Schönebeck — welches mit den Nebenorten etwa 30 000 Einwohner und ein zahlungsfähiges Publikum aufweist, — ein gangbares Kinotheater einzurichten. Viele angesehene Fachleute aus der Provinz. welche überzeugt waren, dass in Schönebeek ein ständiges Theater sicherlich existieren könne, haben sich dieserhalb bemüht, sind jedoch immer wieder unverrichteter Sache von dannen gezogen, da sich im ganzen Orte kein passendes Haus fand, in welchem sich ein Theater hätte gründen lassen. Der kleinere Landhaussaal, worin sich das Amm'sehr Tonbildtheater befindet, ist infolge seiner günstigen Lage. der einzige für ein Bildtheater qualifizierte Ort. Dies war von vornherein jedem Fachmann, der ein Lokal suchte, klar, jedoch konnte sich der Besitzer des Hotels nicht entschliessen, den Saal für dauernd herzugeben, obgleich viele Unternehmer mit ihm dieser halb verhandelt haben. Erst Herrn Amm gelang es, das Lokal zu bekommen. Der Kinematograph 129/1909
  • Das Amm'sche Tonbild-Theater im Landhause — ohne Zweifel dem glücklichsten Orte — hat sich so gut eingeführt, dass der Saal nicht ausreicht und dass man infolgedessen im Garten an der Bahnhofstrasse ein massives Kinogebäude errichtet hat. Der Kinematograph 142/1909

  • Ab 18. April 1912 übernahm Gotthold Künzel das Tonbild-Theater und führte es zusammen mit seinem Union-Theater in der Salzer Straße 3. Ab dem Zeitpunkt inserierte er beide Kinos in einer Anzeige zusammen.
  • Am 14. Juli 1912 kündigte der Besitzer des Union-Theater, Gotthold Künzel, für seine Kinos Union-Theater und Tonbild-Theater eine Preiserhöhung an, da ihm pro Kino 3650 Mark an Kino-Steuern berechnet würden. Ab sofort koste die Loge 0,80 M, Sperrsitz 0,55 M, 1. Platz 0,45 M, 2. Platz 0,35 M und 3. Platz 0,25 Mark pro Person. (Volksstimme 14.07.1912)
  • In der doch recht kleinen Stadt Schönebeck-Salzelmen gab es sogar 4 Kinos: Das "Apollo-Theater", ein recht kleines, aber gemütliches Kino, das "Theater des Volkes", das "Theater der Freundschaft" und das "Astoria". So nach und nach verschwand (noch zu DDR-Zeiten) ein Kino nach dem anderen. Das "Astoria" wurde noch kurz nach der Wende betrieben, steht nun aber auch leer und verfällt. Von vier Kinos ist also nicht eins übrig geblieben. Wer wirklich mal ins Kino möchte, der muß halt nach Magdeburg. [1] (2010)
  • 1987: Der in Schönebeck gedrehte DEFA-Film „Vorspiel“, in dem viele Schönebecker als Kleindarsteller mitwirkten, wird im „Astoria-Kino“ aufgeführt. [2]
  • 1991 erfolgte der Verkauf des Kinos an die Ufa-Theater AG und später die Verpachtung an Wilfried Schlaak aus Burg.

Bei einem Ideenwettbewerb 2010 wurden 2 Favoriten erkoren, eine mobile Minigolfanlage und die Errichtung eines Kinos durch den Verein Rückenwind e.V. "Nicht ganz so einfach in der Umsetzung ist die zweite Siegeridee. "Wir müssen uns noch mit den technischen Details vertraut machen", gibt Katrin Hinne zu. Wo soll das Kino überhaupt sein? "Wir könnten erst einmal den Saal im Piranha nutzen. Da finden aber maximal 30 Gäste Platz." Wäre das ehemalige Kino in der Bahnhofstraße eine Option? "Warum nicht, aber da müssen wir erst den Eigentümer kontaktieren, wer weiß, ob das Gebäude überhaupt noch genutzt werden kann". Ob nun im Jugendclub oder im angemieteten Saal, wo genau das Kino für Filmspaß sorgen wird, ist sich die Rückenwindmitarbeiterin noch nicht einig. "In jedem Fall werden wir eine Filmvorführung bieten." Volksstimme.de 16.07.2010

Im ehemaligen Astoria-Kino fand am 15.01 und 16.01.2007 der Febro-Cup des PSV Schönebeck statt, eine Boxveranstaltung. [3]

Im Bogen, den man auf den Postkarten sehen kann, befand sich in der DDR die HO-Fischbratküche. Einen Bildvergleich zu heute kann man bei Flickr sehen.

Bilder

Kinodaten

  • 1909 "SCHÖNEBECK a. Elbe, Im Hotel Justus Schleicher, Friedrichstr.1, wurde am 1.Okt. 09 ein Tonbildtheater eröffnet." (Quelle: "Der Kinematograph")
  • 1917 Schröder, O.
  • 1918 Tonbild-Theater, Bahnhofstr. 1, 260 Plätze, Inhaber: Fritz Amm, Friedrichstr. 98
  • 1920 Tonbild-Theater, Bahnhofstr. 1, Gegründet 1910, täglich, 250 Plätze, Inhaber: Arthur Amm, Salzerstr. 18b
  • 1921 Tonbild-Theater, Bahnhofstr. 1, Gründung 1911 (täglich) 240 Plätze, Inhaber: Ch. Viering, Magdeburg
  • 1924 Tonbild-Theater, Bahnhofstr. 1, Inh: Gustav Wotschke, Magdeburg, Schoppenstr. 3, 250 Plätze
  • 1925 Luitpold-Lichtspiele, Bahnhofstraße 1, Gründung 1911, 240 Plätze, Inhaber: Gg. Kübler
  • 1927 Luitpold-Lichtspiele, Bahnhofstr. 1, Inhaber: Johann Kübler, Sptg: Täglich. Pr: Zweimal wöchentlich. 200 Plätze
  • 1928 Luitpold-Lichtspiele, Bahnhofstr. 1, Gründung 1909, 3 Tage, 200 Plätze, Inhaber: Gg. Kübler, Pächter: Fr. Haberland, Magdeburg
  • 1929 Luitpold-Lichtspiele, Bahnhofstraße 2, Gründung 1914, täglich, 200 Plätze, Inhaber: Fr. Haberland, Magdeburg, Gf: Walter Luther
  • 1930 Luitpold-Lichtspiele, Bahnhofstraße 2, Gründung 1909, täglich, 220 Plätze, Gf: Walter Luther, Pächter: Arnold & Haberland, Magdeburg
  • 1931 Luitpold-Lichtspiele, Bahnhofstraße 1, Gr: 1909, täglich, Kap: 1 M, 229 Plätze, Inh: H. Arnold und Fr. Haberland jr Magdeburg, Gf: Walter Luther, Friedrichstraße 117
  • 1932 Luitpold-Lichtspiele, Bahnhofstraße 1, Gründung 1909, täglich, Kap: 1 M, 220 Plätze, Inhaber: H. Arnold und Fr. Haberland jr (Magdeburg) Gf: Walter Luther
  • 1933-1934 kein Eintrag (Neubau Astoria-Lichtspiele?)
  • 1937 Ton-Bild-Palast, Bahnhofstr. 1, Gründung 1935, täglich, 285 Plätze, Inhaber: Walter Schulz
  • 1938 Ton-Bild-Palast, Bahnhofstr. 1, Gründung 1935, täglich, 285 Plätze, Inhaber: Walter Schulz
  • 1939 Astoria-Lichtspiele, Bahnhofstraße 1, F: 2321, Gr: 6.4.1939, Bühne: 8x5m, Inh: Ernst Otto, Friedrichstraße, F: 2321, 285 Plätze, täglich
  • 1940 Astoria-Lichtspiele, Bahnhofstr. 1, F: 2321, Gründung: 6.4.1939, Bühne: 8x5m, 584 Plätze, täglich, Inhaber: Ernst Otto, Friedrichstraße 1
  • 1941 Astoria-Lichtspiele, Bahnhofstraße 1, Gründung: 6.4.1939, Bühne: 8x5m, 714 Plätze, täglich, Inhaber: Ernst Otto, Friedrichstraße 1
  • 1950 Astoria-Lichtspiele, Bahnhofstr., 752 Plätze
  • 1987 Schönebeck, Astoria-Theater, Bahnhofstr. 1, Tel: 3066
  • 1991 Astoria-Lichtspiele, 360 Plätze, Magdeburg, Bahnhofstr. 1, Inh. BFD Magdeburg
  • 1992 Astoria-Lichtspiele, 360 Plätze, Schönebeck, Bahnhofstr. 1, Tel. 03928/5144, Inh. Ufa-Theater AG, Postfach 80 29, Graf-Adolf-Str. 96, 4000 Düsseldorf 1
  • 1993 Astoria-Lichtspiele, 360 Plätze, 39218 Schönebeck, Bahnhofstr. 1, Tel. 03928/3066, Inh: Ufa-Theater AG, 40210 Düsseldorf, Graf-Adolf-Str.96
  • 1995 Astoria-Lichtspiele Schönebeck (PRK), DO, 350 Pl. 39218 Schönebeck, Bahnhofstr. 1 Tel.: 03928/81322 Inh.: FTB Wilfried Schlaak, 39288 Burg, Magdeburger Str. 4
  • 1997 Astoria-Lichtspiele (PRK/SVK) DO 45 m2/350 Plätze, 39218 Schönebeck, Bahnhofstr. 1 Tel.: 03928/81322 Inhaber: FTB Wilfried Schlaak 39288 Burg, Magdeburger Str. 4
  • Kino-Bahnhofstr. 1, 39218 Schönebeck (Elbe), Firma erloschen [4]