Schöneberg Roxy-Palast Friedenau

Aus Kinowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Postkarte von 1961

1951: Die Hauptstraße im Bezirk Schöneberg hat wieder ihren Roxy-Palast, der während des Krieges ausgebombt wurde. Später entstand hier ein Kaufhaus, das jetzt der Direktion Lemke-Krüger hat Platz machen müssen. Annähernd1000 Plätze werden zur Verfügung stehen. Beider Eröffnung fehlten noch einige Stuhlreihen(weil aus Stuttgart nicht rechtzeitig geliefert) und auch die Raucherlogen hinter Glas, für 40 Qualmwütige erdacht, waren von der Baupolizei noch nicht freigegeben. Im übrigen ist schräg in unserer Zeit Trumpf und deshalb ist nichts an diesem Hause — einschließlich der sehr eigenwilligen Außenfront, die ihre größere Wirkung von der anderen Straßenseite gesehen bezieht — gerade. Günther Keil, Berlins passionierter Kino-Eröffner, taufte den neuartigen Stil — eine Gemeinschaftsarbeit von Dipl.-Ing.Arch. P. Stohrer-Stuttgart und Architekt B. Mellendorf, Berlin — „Picasso"-Stil. Die Ansichten der Besucher waren recht unterschiedlich. Nicht abzustreiten sind ausgezeichnete Akustik und einwandfreie Bildwiedergabe, wobei zu bemerken war, daß die Bildwände weiterhin die Bestrebung haben, sich auszudehnen. Es scheint doch strikt nach Cinerama hinzudeuten. Außerdem: eingebaute Scheinwerfer für Bühnen-Ausleuchtung. Das Haus, technisch eingerichtet von Ufa-Handel, Berlin, und mit Bauer B VIII Projektoren arbeitend, eröffnete mit dem im Adler-Film-Verleih erscheinenden Film „Küssen ist keine Sünd", der mit beifälliger Freude aufgenommen wurde. (aus Die Filmwoche 8/1951)

Weblinks

www.allekinos.com